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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Tapfere Schüler kehren vor eigener Haustür

22.03.2014

Oldenburg Empört schütteln die Siebtklässler den Kopf. Etwa 30 Batterien haben sie soeben zu Tage gefördert. „Die hat jemand verbuddelt, aber das ist doch Sondermüll“, schimpft Emma Borghardt aus der 7c der Helene-Lange-Schule verständnislos. Der Verursacher hingegen kannte wohl keine Skrupel, wie so viele, die mit ihrem Müll die Landschaft verschmutzen.

Etwas dagegen unternommen haben am Freitagmorgen rund 2800 Schüler aus 31 Schulen, die sich an der Aktion „Oldenburg räumt auf“ beteiligten – so viele wie noch nie. Einmal im Jahr steht Frühjahrsputz statt Mathe, Deutsch oder Englisch auf dem Stundenplan. Bei strömendem Regen durchkämmen die Kinder und Jugendlichen die Stadtteile und beweisen: Oldenburgs Schüler sind wetterfest. Ausgerüstet mit Eimern, Handschuhen und blauen Müllsäcken packen sie beherzt zu. Lange suchen müssen sie nicht: Flaschen, leere Chipstüten und undefinierbare Plastikfetzen liegen unübersehbar am Wegesrand, unter Sträuchern und neben Abfalleimern.

Auch die Viertklässler der Grundschule Ofenerdiek füllen ihren ersten Müllsack im Eiltempo. Einige haben sogar einen Bollerwagen von zu Hause mitgebracht. „Es ist nicht schön, dass die Leute ihren Abfall einfach in die Gegend schmeißen“, kritisieren sie unisono. Schließlich verschandeln die Wegwerfer damit auch die Umgebung der Schulen.

„Wir wollen die Schüler mit der Aktion für ihre Umwelt sensibilisieren. Sie kommen ja fast alle aus dem Stadtteil“, sagt Rektor Eibe Ruth. Vor der eigenen Haustür kehren die Mädchen und Jungen dabei im wahrsten Sinne des Wortes. „Ein sauberes Klassenzimmer und einen sauberen Schulhof finden wir sehr wichtig“, erzählt der zehnjährige Keanu und trotzt dem Wetter ebenfalls. Der Regen legt an diesem Vormittag ohnehin keine Pause ein.

„Die Aktion hat dieses Jahr ganz schön darunter gelitten“, meint auch Frank Münchenhagen, Lehrer an der Helene-Lange-Schule. Die gelben Handschuhe der ersten Gruppe liegen auf dem Flur zum Trocknen, damit die zweite sie wieder anziehen kann. Von wegen Einweg: „Wir wollen ja Müll vermeiden“, begründet Münchenhagen. Auf dem Schulhof am Marschweg türmen sich bereits die blauen Säcke. Mittendrin liegt ein verrosteter Fahrradrahmen. „Bei uns fand eine Gruppe einen Fernseher im Straßengraben“, berichtet Insa Brockmann, Konrektorin der Grundschule Nadorst, die sich seit vielen Jahren an der Aktion beteiligt. Müll ist zudem ein Thema im Sachunterricht.

Vor allem der Bequemlichkeit sagen die Schüler den Kampf an. „Jeder sollte seinen Müll immer in die dafür vorgesehenen Eimer werfen, auch wenn man mal zwei Meter mehr gehen muss. Darauf achte ich immer, damit wir nicht selber unsere Umwelt verschmutzen“, nimmt Anna Salamutas (9) von der Grundschule Lerigauweg sich und alle anderen in die Pflicht. Ähnlich argumentiert ihr gleichaltriger Mitschüler Leonard Schönbohm: „Es ist doch nicht cool, seinen Kaugummi einfach auf den Boden zu werfen.“ Die Aussagen beweisen: Auch mit so manchem Vorurteil wird beim Frühjahrsputz kräftig aufgeräumt.

An diesem Sonnabend wird die Aktion von den Oldenburger Vereinen fortgesetzt.


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