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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Die Hintergründe zur Amokdrohung an der BBS Wechloy

24.03.2017

Oldenburg Ein Unbekannter hat am Donnerstag telefonisch eine Gewalttat am Berufsbildungszentrum für Wirtschaft, Recht und Verwaltung in Wechloy (BBS Wechloy) angedroht. Das Schulgebäude wurde daraufhin evakuiert, der Schulbetrieb eingestellt. Nach Mitteilung der Polizei ging um 7.32 Uhr ein Anruf im Sekretariat der Schule ein. Der männliche Anrufer habe den Hinweis auf „eine mögliche Amoklage“ gegeben, wie es mittlerweile heißt.

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Zum Zeitpunkt der Mitteilung habe nicht ausgeschlossen werden können, dass es sich um eine ernstzunehmende Amokandrohung handeln könnte, teilte die Polizei mit. Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung in Absprache mit der Polizei entschlossen, die Schule umgehend räumen zu lassen. Deshalb sei Brandmeldealarm ausgelöst worden. Nachdem die Schülerinnen und Schüler – rund 3200 werden in 150 Klassen unterrichtet – in Sicherheit gebracht worden waren, seien sie nach Hause entlassen worden. Derweil verschafften sich zehn Beamte der hiesigen Polizei einen Überblick über die Lage, konnten später Entwarnung geben.

Der Schutz aller Beteiligten habe in solch einer Bedrohungslage höchste Priorität, so ein Sprecher der Polizei – potenzielle Opfer sollen rasch aus dem Gefahrenbereich gebracht werden, die Art und Weise (z.B. Evakuierung, in Klassenräumen verbarrikadieren) wird situativ besprochen, wie im aktuellen Fall. Die Verständigung der Spezialeinheiten, die über Hannover angefordert werden müssten, war offenbar nicht nötig.

In einer ersten Information hatte die Behörde zunächst von einem Defekt in der Brandmeldeeinrichtung berichtet. Da weitere Fehlalarme zu erwarten gewesen seien, habe die Schule den Betrieb eingestellt. In den Sozialen Medien wurden aber schon bald Zweifel an dieser Version laut. Warum die Feuerwehr nicht angerückt sei, wenn Brandalarm ausgelöst wurde, hieß es. Schülern sei die Räumung mit einer Amokdrohung begründet worden, die Darstellung von offizieller Seite entsprechend bezweifelt.

Als der Druck auf die Behörden immer stärker wurde, bestätigte die Polizei am Nachmittag dann doch die mögliche Gefährdung durch eine Amokdrohung. Um die Notfallpläne für solche Gefahrensituationen zu schützen, würden keine Einzelheiten zu den weiteren Maßnahmen von Polizei und Schulleitung bekanntgegeben, heißt es. Das erste Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Geklärt werden muss zunächst die Rolle des Anrufers – war es ein Informant, der vermeintliche Täter selbst, ein Zeuge? Erst danach kann auch eine strafrechtliche Relevanz bestimmt werden.

Eine Prüfung – einer der häufigsten Gründe für die Androhung eines Amoklaufs in der Schule – habe an diesem Tag in der BBS nicht angestanden. Nach Rücksprache mit der Schulleitung finde der Unterricht an diesem Freitag wieder statt.


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