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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Schwimmunterricht fällt öfter ins Wasser

07.06.2017

Oldenburg „Wir wollen, dass jedes Kind schwimmen und sich selbst und andere auch retten kann“, betont Jochen Meyer, Vorsitzender des DLRG-Ortsvereins Oldenburg, den Grundsatz seiner Vereinigung. Das sei aber heute immer schwieriger möglich. Im Vergleich zur Zeit vor 50 Jahren seien heute gut ein Drittel der Oldenburger Bäder, in denen Schwimmunterricht möglich sei, abgebaut worden. Das habe die Möglichkeiten, früh schwimmen zu lernen, deutlich beschnitten.

„Alle wollen heute Sauna und Wellness, aber keine Bahnen mehr schwimmen. Auch dadurch haben wir an den Seen und an der Nordsee mehr Einsätze“, glaubt der DLRG-Vorsitzende in Oldenburg. Nur noch die Hälfte aller 17- bis 18-Jährigen könnte heute noch richtig schwimmen, fürchtet Meyer. „Das ist eine grauenvolle Statistik mit wachsender Tendenz.“

Viele Nichtschwimmer

Anders sieht das Denis Minich, Leiter der Sportwelt im Olantis Huntebad und Schwimmlehrer. „Ich denke, das stimmt nicht, hier bei uns sind das etwa zehn Prozent der Jugendlichen, die nicht schwimmen können. Mehr ist das nicht.“ Bei Kindern zwischen fünf bis acht Jahren liege der Anteil der Nichtschwimmer bei 30 Prozent. Im Moment boomten Schwimmkurse wieder in Oldenburg.

„Jedes Jahr vor den Sommerferien fällt Eltern ein, dass ihre Kinder für den Badeurlaub noch schwimmen lernen müssen.“ Die Zahl der Plätze in Schwimmkursen seien um 20 Prozent erhöht worden, dazu gebe es Ferienpass-Kurse, dennoch seien alle Plätze ausgebucht. „Der Andrang ist gewaltig. In Oldenburg muss man etwa drei Monate Wartezeit einrechnen – egal wo man anruft.“ Das Angebot in Oldenburg sei groß, die Nachfrage aber größer.

Keine freien Plätze

„Alle unsere Kurse sind lange ausgebucht. Wir arbeiten mit Wartelisten, um dem Ansturm gerecht zu werden“, verrät Ronald Fischer, Geschäftsführer des Bürgerfelder Turnerbunds (BTB). Dabei bilde der Turnerbund bereits 360 Kinder für das Seepferdchen-Abzeichen und darüber hinaus 25 Erwachsene pro Jahr aus. Insgesamt lernten 540 Kinder jährlich das Schwimmen beim BTB. Eine Ausweitung des Angebots sei wegen der Beckenbelegung nicht möglich.

Wer sollte Kindern beibringen, wie sie sich sicher im Wasser bewegen können? Die Eltern, oder die Schulen? Fakt ist, verpflichtet sind dazu nur die Schulen. Grundschüler müssen anhand des Kerncurriculums allerhand Fähigkeiten und Kenntnisse erlernen. Zum Abschluss der vierten Klasse müssen folgende Dinge sitzen: Hock- und Sinkschweben in knietiefem Wasser, fünf Minuten dauerhaftes Schwimmen, unterschiedliche Sprünge, Tauchen durch Reifen und auch die Hygiene im Schwimmbad.

In der sechsten bis zehnten Klasse, in der Sekundarstufe I, kommen unter anderem 15 Minuten ausdauerndes Schwimmen, Synchronspringen oder zehn Meter Tauchen hinzu. Auch das Retten und Selbstretten ist Teil des Lehrplans – ein Partner muss im Wasser über eine vorgegebene Distanz sicher transportiert werden. Fähigkeiten, die Leben retten können.

„Kinder sollten bis zur fünften Klasse richtig schwimmen können – das ist aber in Oldenburg gar nicht mehr zu leisten“, findet Jochen Meyer vom DLRG. Dabei stimmt Schwimmlehrer Denis Minich zu: „Die Schulen geben diese Aufgabe immer mehr an die Eltern ab – die Kapazitäten der Becken sind einfach nicht mehr da. Aber die Schulen sind bemüht.“.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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