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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

So ging Toleranz in Friesland

07.12.2016

Oldenburg „Hast du jemals eine Tat bereut?“, fragt Najate Elfaid. Die Antwort von Niclas Willms lautet: „Nein. Das Leben ist eine Erkundung.“ Fehler erlaubt. Najate Elfaid sieht das anders: „Ich glaube an Sünde.“ So ist das mit dem Glauben.

29 Schüler und Schülerinnen des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung proben für ihr Theaterstück „Zwischen Welten – glauben, nicht glauben, anders glauben“. In Zusammenarbeit mit dem Verein Jugendkulturarbeit haben sie sich intensiv mit dem Thema der religiösen Vielfalt auseinandergesetzt, und sind zu dem Schluss gekommen: Vielfalt braucht Toleranz. Dass dies keine neue Erkenntnis ist, lernten die Teilnehmer auf einer Expedition nach Neustadtgödens, einem kleinen Dorf in Friesland.

Der kleine Ort ist beispielhaft für ein konfliktfreies Zusammenleben von verschiedenen Religionsgemeinschaften. Vor vier Jahrhunderten lebten hier Katholiken, Lutheraner, Mennoniten, Juden und Reformierte in einem friedlichen Miteinander. Unterstützung bei der Recherche fanden die Schüler durch Historiker, Studenten und Studentinnen der Universität Oldenburg. Aus den Erkenntnissen haben die Schüler ein Theaterstück gemacht, unter Anleitung von Theaterpädagogin Gina Schumm vom Verein Jugendkulturarbeit.

Was ist Hass, Glaube, Hoffnung? Woran glauben wir und wie bestimmt Religion unser Leben? Mit diesen Fragen haben sie sich auseinandergesetzt und ihre Gedanken in das Stück integriert. „Wir mussten eine Art Glaubensbekenntnis schreiben“, berichtet Niclas Willms (21).

Dafür sind die Schüler in verschiedene Glaubensrichtungen eingeteilt worden. Najate Elfaid (20) ist Muslimin, und findet den Buddhismus spannend: „An Karma zum Beispiel glaube ich in einer Art und Weise auch. Religionen können sich ähneln.“ Den Schülern sind die unterschiedlichen Religionen gleichgültig. „Ich bin Christ, sie ist Muslimin. Das spielt für unsere Freundschaft einfach keine Rolle“, sagt Niclas Willms.

„Glaube ist nicht ausschließlich einer Religion zuzuordnen“, sagt Theaterpädagogin Schumm. Die Konflikte um glauben, anders glauben und nicht glauben tragen die Schüler auf der Bühne aus. Am Freitag, 9. Dezember, ist das Stück ab 19:30 Uhr in der Carl von Ossietzky Universität (Ammerländer Herrstraße 114-118) zu sehen, in der Aula des Gebäudes A 11. Der Eintritt ist frei.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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