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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Projekt: Sprache erlernen mit allen Sinnen

22.12.2015

Oldenburg „Deutsche Sprache, schwere Sprache.“ Damit sich dieser Eindruck ändert, wird die Sprachlernklasse SLKC der BBS Haarentor von Studentin Elvan Topcu und der Leiterin der Biologiedidaktik Corinna Hößle unterstützt.

Die Lehramtsstudentin im 5. Semester für die Fächer Biologie und Mathe führt die Flüchtlinge im Alter von 16 bis 17 Jahren durch den Botanischen Garten. „Das Ziel ist es, dass die Jugendlichen bekannte Pflanzen aus ihrer Heimat wiedererkennen, wir daran anknüpfen und darüber sprechen können“, erklärt Corinna Hößle.

Die Idee zu dem besonderen Projekt entstand durch die Anfrage der Schule, um das Lernen vielfältiger und einprägsamer gestalten zu können. Das Programm hat Elvan Topcu den bisherigen Sprachkenntnissen der Flüchtlinge angepasst. Der 17-Jährige Rami aus dem Irak ist seit einem halben Jahr in Deutschland. Sein Mitschüler Diyah erst seit drei Monaten. „Die meisten Jugendlichen bringen nur maximal fünf Jahre Schulerfahrung aus der Heimat mit“, so die Lehrerin Hilke Schulz. „In ihrem Stundenplan sind momentan 16 Deutschstunden vorgesehen. Wichtig ist dafür vor allem eine hohe Lernmotivation.“

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Diese stellen die Sprachinteressierten während der Lernsequenzen im Freien unter Beweis: Gespannt folgen sie der Studentin und füllen anschließend, mit gegenseitiger Hilfe, die Aufgaben in ihrem Heft aus. „Wir wollen keine Fachsprache der Botanik vermitteln, sondern einfache Begriffe“, so das Anliegen der Professorin Hößle.

Beantwortet werden sollen daher Fragen wie: Was brauchen Pflanzen? Und: Ist es im Tropenhaus warm oder kalt? Insgesamt gibt es drei Stationen für die Gruppe: Die grüne Schule, das Sukkulentenhaus und das Tropenhaus, in dem bekannte Früchte entdeckt werden. „Die kenne ich“, ruft der 16-jährige Kekuta aus Gambia und zeigt auf das Wurzelgewächs Yams, das es in Deutschland nicht einmal im Supermarkt zu kaufen gibt.

„Genau das ist es, was wir erreichen wollen. Den gemeinsamen, kulturellen Austausch in unserer Sprache“, freut sich Hößle. Daher darf ein typisches Oldenburger Grünzeug natürlich nicht fehlen: Der Grünkohl. Auch dieser ist, neben den heimischen Kräutern, im Botanischen Garten zu finden und darf probiert werden.

Im Sommer möchte die Klasse erneut wiederkommen. „Geplant sind Gruppen, bei denen jeder Flüchtling von einem Studenten begleitet wird, um das gemeinsame Lernen noch mehr zu fördern“, kündigt Hößle an.

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