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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Straße erinnert an Leo Trepp

25.02.2013

Oldenburg Versöhnung und Toleranz waren Leo Trepp immer eine Herzensangelegenheit. Am 4. März wäre der Ehrenbürger der Stadt Oldenburg und letzter Landesrabbiner vor der Shoah 100 Jahre alt geworden. Daher ist für Sonntag, 3. März, ein Festakt im PFL geplant, der dem Leben und Wirken Trepps gewidmet ist. Während der Zeremonie wird auch jener Teil der Wilhelmstraße, der die Marien- mit der Katharinenstraße verbindet, in Leo-Trepp-Straße umbenannt (NWZ  berichtete).

Leo Trepp war am 2. September 2010 in San Francisco in seiner Wahlheimat Kalifornien verstorben. Bis ins hohe Alter hinein hatte der Rabbiner und Philosophie-Professor neue Projekte geplant, Bücher veröffentlicht und Vorlesungen gehalten. Besonders wichtig war ihm der Kontakt zur Jugend. Und so besuchte er im Oldenburger Land auch immer wieder Schulen, um aus seinem Leben und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu erzählen. Allerdings immer mit einem versöhnlichen Ansatz. „Die Kinder können wir nicht schuldig halten für die Sünden der Eltern“, sagte er immer wieder bei Vorträgen.

Trepp war erst 23 Jahre alt, als er 1936 die Leitung der jüdischen Gemeinde in Oldenburg übernommen hatte. 1938 wurde er mit anderen Männern der Gemeinde in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, kam aber auf Intervention der jüdischen Gemeinde London frei – mit der Auflage das Land zu verlassen. Er ging in die USA und studierte in Harvard.

Bereits seit den 50er Jahren besuchte er Deutschland wieder regelmäßig. Zurückkehren wollte er jedoch nicht, auch wenn er in den letzten Jahren seines Lebens monatsweise in Berlin lebte. Die junge jüdische Gemeinde in Oldenburg begleitete er seit der Gründung und setzte sich auch dafür ein, dass sie von der Stadt ein Haus an der Wilhelmstraße als Synagoge bekam – und zwar in jenem Abschnitt, der jetzt nach ihm benannt wird. Trepp ist Träger vieler Auszeichnungen, u.a. des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. Er ist Ehrenbürger der Stadt Oldenburg und Ehrensenator der Universität in Mainz, seiner Geburtsstadt.

Während des Festakts am kommenden Sonntag (Beginn 11 Uhr) werden eine persönliche Würdigung von Dr. Johannes Gerster und ein Festvortrag von Prof. Michael Daxner zu hören sein, in dem er auch das Verhältnis von Juden und Christen analysiert.

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