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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Turbulente Debatte zur Ganztagsschule in Oldenburg

29.03.2017

Oldenburg Die Sache war eigentlich klar. Bis auf zwei Enthaltungen (AfD) stimmten alle Ratsfraktionen der Umwandlung der Grundschule Drielake zur Ganztagsgrundschule zum Schuljahr 2019/20 zu. Dennoch hatte sich die längste Diskussion der Ratssitzung am Montag im Kulturzentrum an genau diesem Thema entfacht.

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Den Stein ins Rollen gebracht hatte Ratsfrau und Bürgermeisterin Christine Wolff (Grüne). Sie forderte eindringlich auf, ein überzeugendes Konzept zum Ganztagsschulbetrieb zu entwickeln. Die Stadtverwaltung habe aus „nebulösen Gründen“ die Zusammenarbeit mit Jugendhilfeträgern überraschend aufgekündigt.

Schon heute seien die Grundschulkinder nach dem Vormittagsunterricht „kaputt“. Die Mitarbeiter der Jugendhilfeträger seien qualifiziert, um mit den Herausforderungen nachmittags umzugehen. „Das Konzept, das wir bekommen werden, muss eine ganz gute Qualität haben, sonst sind alle überfordert“, warnte Christine Wolff.

Dieser Redebeitrag löste eine Fülle kritischer Wortmeldungen aus. Schuldezernentin Dagmar Sachse betonte, der Beschluss der Umwandlung bedeute einen allerersten Schritt hin zur Ganztagsschule. „Mit dem Konzept hat das nichts zu tun.“ Nicole Piechotta (SPD) warf Christine Wolff vor, „Ängste und Sorgen zu schüren“. Esther Niewerth-Baumann (CDU) sagte, das Thema Konzept „gehört hier nicht hin“. Dass hier ein „anderes Thema“ diskutiert werde, sei „völlig deplatziert“, sagte Manfred Klöpper (Linke). Roland Zielke (FDP) verwahrte sich dagegen, dass Christine Wolff „die pädagogische Kompetenz an Schulen“ in Frage stelle. Hans-Henning Adler (Linke) sagte: „Wir wollen einen Grundsatzbeschluss fassen und nicht über etwas reden, worum es nicht geht.“

Unterstützung erhielt Wolff von Jan-Martin Meyer (Piraten). Es sei mit Blick auf die Praxis richtiger, von „Ganztagsbetreuung“ der Kinder statt von „Ganztagsbildung“ zu reden. Auch Franz Norrenbrock (Liberal-Konservative Reformer, LKR/WFO) forderte, er wolle wissen „was los ist“, bevor er über die Umwandlung abstimme. Sachse betonte, die „Art und Weise“ des Ganztagsunterrichts ändere sich nicht. „Spannungen“ mit der Schulbehörde bestünden beim Rahmenkonzept. Der Schulvorstand einer Schule (Schulleitung und Eltern) entschieden weiterhin, ob Ganztagsbetrieb gebunden (verpflichtend) oder offen (freiwillig) eingeführt werde.

Wie berichtet, hatte die Landesschulbehörde der Stadt untersagt, dass Jugendhilfeträger an schulischen „Betriebsabläufen“ beteiligt werden. Die Jugendhilfeträger, die Angebote außerhalb des Unterrichts gestalten, wurden informiert, dass es Verträge nur bis 31. Juli 2018 geben werde. Die Stadt hatte daraufhin ein neues Konzept angekündigt. Danach soll die Verantwortung für das Ganztagsangebot wieder allein bei den Schulen liegen.

Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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