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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Unentdeckte Schätze

15.07.2017

Oldenburg gewinnt an kulturhistorischer Ausstrahlung. Das beweist schon das erste halbe Jahr der Forschung zu dieser Ausstellung. 2019 – im Jubiläumsjahr der Designschmiede Bauhaus – werden die Freaks aus aller Welt nach Deutschland pilgern. Schließlich sind Bauhaus-Möbelentwürfe die meist kopierten der Welt.

Für manche ist eben das Sein ohne Design eine zu graue Welt. Sie werden die Werke Ittens, Klees, Kandinskys, Moholy-Nagys und Schlemmers bewundern. Sie werden die Silberschalen einer Marianne Brandt bestaunen, die Keramik einer Marguerite Friedlaender und die Webereien einer Gunta Stölzel.

Einige Arbeiten dieser Künstlerinnen und Künstler werden 2019 auch im Augusteum in den Vitrinen stehen. Doch es gibt viel mehr zu entdecken: Sie sehen, wie diese bahnbrechende Stilrichtung – die Plüsch und Schnörkel aus Wohnzimmern verbannte – junge Oldenburger zum Studieren magnetisch anzog und wie diese anschließend die Avantgarde-Gedanken in ihren (Lebens-)Entwürfen in der Heimatstadt umsetzten.

Zu entdecken gibt es aber spannende Lebensläufe: wie etwa den von Hin Bredendieck, der – ähnlich wie ein Marcel Breuer – den Bauhaus-Ideen in Chicago und Atlanta zur Popularität verhalf.

Der Lebenspfad des Architekten Hans Martin Fricke nimmt in derselben Zeitspanne ganz andere Wendungen. Trotz seines Studiums bei avantgardistischen Lehrmeistern lässt er sich von den Nationalsozialisten für Spitzen-Positionen im Kulturbetrieb einfangen und wird später in den Fünfzigern einer der bekanntesten Architekten in der Stadt. Und wiederum ganz anders Karl Schwoon: Den Bauhaus-Wassily-Sessel kennt jedes Kind, aber dass der Oldenburger Schwoon ebenfalls extrem reduzierte Möbel entwickelte, weiß kaum jemand.

In den Lebensgeschichten dieser Oldenburger Bauhaus-Absolventen lassen sich kaleidoskopartig Aspekte der Geschichte des Bauhauses zwischen Europa und USA nachspüren.

Auch die Kultureinrichtungen des Bundes und des Landes würdigen diese Recherchen und fördern die Erforschung des Oldenburger Bauhaus-Kapitels. So darf man gespannt sein, was noch alles zu Tage gefördert wird, denn auch in den großen Archiven der USA – wie etwa The Gettys Trust in Los Angeles – lagern Arbeiten der Oldenburger.

Und wer weiß, was aus den Archiv-Kisten eines Walter Müller-Wulckow noch alles auftaucht.


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Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Oldenburger Schulen
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