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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Viel Musik soll Dorf in Afrika helfen

10.03.2012

BüRGERFELDE Aus kleinen Anfängen ist etwas Großes entstanden: Mit einer Brieffreundschaft begann 2004 die Partnerschaft zwischen Schülern des Neuen Gymnasiums und des Dorfes Boumdoudoum bei Koupéla in Burkina Faso (Afrika). Schnell wurde eine Arbeitsgemeinschaft, die Boumdoudoum-AG, an der Schule gegründet. 2007 entstand ein Förderverein. Und aus dem Austausch per Brief und Mail wurde eine Hilfsaktion, die sich mittlerweile zu einem richtigen Entwicklungshilfeprojekt ausgeweitet hat. Dafür wurde die AG auch schon mehrfach ausgezeichnet.

Aufgabe der Schul-AG ist es unter anderem, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen. Das wird zum Beispiel mit der Teilnahme am jährlichen Flohmarkt entlang der Alexanderstraße erreicht – aber auch mit Benefizkonzerten. Bei zwei solcher Musik-Veranstaltungen haben die Schüler bereits gut 5000 Euro eingenommen. Nun gibt es wieder ein Benefizkonzert. Am Freitag, 16. März, treten ab 20 Uhr sechs Bands in der Aula auf (siehe Info-Kasten). Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber ausdrücklich erwünscht. Und damit der Besuch noch attraktiver wird, haben die Schüler mit Hilfe vieler Sponsoren eine große Tombola auf die Beine gestellt. „Es gibt 1000 tolle Preise“, wirbt Marieke Mehrle.

Die 15-Jährige engagiert sich seit fünf Jahren in der AG. Zu den Neuen im etwa 15-köpfigen Team unter Leitung der Lehrerin Anke Zimmer (Vorsitzende des Fördervereins) gehören Vanessa Kaul (18) und Elin Groschang (17). „Jetzt in der Oberstufe konnten wir das mit unserem Stundenplan einrichten“, erklärt Kaul. Bei den Treffen auch oft dabei ist Marie-Corentine Sandstede. Die Lehrerin, auf deren Initiative hin der Kontakt zur Grundschule in Boumdoudoum entstanden ist, ist mittlerweile im Ruhestand.

Das vorrangige Ziel, allen Kindern aus dem Dorf eine Schulbildung zu ermöglichen, ist erreicht. „Wir haben es auch geschafft, dass einige Schüler weiterführende Schulen oder Berufsfachschulen besuchen können. Und wir arbeiten daran, die Alphabetisierungsrate der Dorfbevölkerung zu steigern“, erzählt Marieke Mehrle.

Viele weitere Projekt in der Schule und im Dorf werden von Oldenburg aus unterstützt: Mikrokredite, Gärten für Frauen, Bewässerungssystem, Erweiterung des Schulgebäudes. „Das läuft vor Ort alles über den Schulleiter Hamdou Konée“, sagt Marieke Mehrle. Wichtig sei im Moment die Hilfe in der Landwirtschaft, Lebensgrundlage der Dorfbewohner. „Es muss zum Beispiel ein Brunnen gebaut werden, und der kostet 17 000 Euro“, weiß Vanessa Kaul. Für das gesamte Vorhaben würden 70 000 Euro gebraucht. „Es geht uns vor allem um eine nachhaltige Hilfe“, betont Marieke Mehrle.

Um sich von dem Fortschritt zu überzeugen, plant die AG für Herbst eine Reise nach Boumdoudoum. Einen Großteil der Kosten (pro Person 1500 Euro) müssen die Schüler selbst tragen. Für den Rest sind sie auf Sponsoren angewiesen.

Marieke Mehrle freut sich schon auf die Reise. Denn dann wird sie erstmals ihre Brieffreundin Alima treffen. „Wir sind im gleichen Alter, doch sie ist schon verheiratet und Mutter. Und ich gehe noch zur Schule“, sagt die 15-Jährige. Die kulturellen Unterschiede sind also groß – die Verbundenheit zu den Freunden in Afrika ist es aber auch.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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