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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Glaube: Von Krippe zu Krippe auf dem Pilgerweg

06.01.2017

Bürgerfelde /Dietrichsfeld Die Krippe ist zentraler Bestandteil des Weihnachtsfestes. Seit Jahrhunderten wird meist durch Figuren die Szenerie rund um die Geburt Christi dargestellt. Die Krippe verbindet praktisch das Weihnachtsfest mit der Ankunft der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.

Zwei Tage später, nämlich am Sonntag, 8. Januar, hat die Kirchengemeinde Oldenburg einen Krippenweg eingerichtet, auf dem man wie auf einem Pilgerweg von Krippe zu Krippe wandeln kann. Zu sehen sind die Weihnachtskrippen in Kindergärten, Altenwohnstiften und Kirchen. Startpunkt des Krippenweges ist in einer der Kirchen: Auferstehungskirche am Friedhofsweg, Christuskirche in der Harlinger Straße, St.Lambertkirche am Markt oder Martin-Luther-Kirche in der Eupener Straße. Dort liegen Hefte bereit, in denen die übrigen Orte mit Beschreibungen der Krippen aufgeführt sind. Die meisten Krippen sind in der Zeit von 11 Uhr bis 16 Uhr zugänglich, nur in den Kindertagesstätten sind die Öffnungszeiten gestaffelt.

Kirchengemeinde Oldenburg irreführend

Die Bezeichnung Kirchengemeinde Oldenburg stiftet Verwirrung. Es gibt sechs evangelische Kirchengemeinde in Oldenburg, die den alten eingemeindeten Dörfern entstammen wie Eversten, Osternburg, Ohmstede, Ofenerdiek, Ofen und eben die Kirchengemeinde Oldenburg. Die ist von der Lambertikirche in Richtung Norden gewachsen und heißt deshalb irritierenderweise Kirchengemeinde Oldenburg, obwohl sie nur einen kleinen Teil der Stadt umfasst.

„Besucher und Besucherinnen können eine Krippe anschauen oder alle, egal, in welcher Reihenfolge. An jeder Station können die Krippenpilger, wenn gewünscht, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen“, teilt Pastorin Anja Kramer mit. Außerdem gibt es an jedem Ort einen Aufkleber in das Heft mit den Beschreibungen. So wird das Heft zu einem persönlichen „Pilgerpass“.

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Nachfolgend ein Überblick über die Stationen:

Auferstehungskirche

Die Eltern von Astrid Kramer, Küsterin und Kirchenälteste, haben in den 70er Jahren aus Israel eine handgeschnitzte Krippe aus Olivenholz mitgebracht. Diese Krippe wird nun ausgestellt.

Büsingstift

Die Krippe wurde von Karl Freymuth gespendet, der von 2008 bis 2010 im Stift an der Grünen Straße lebte. Er hat sie selbst entworfen und mit handwerklichem Geschick gestaltet. Sie steht im Foyer ausgestellt. Es war dem Spender wichtig, dass sich viele Menschen daran erfreuen können. Sie ist seitdem ein fester Bestandteil der Einrichtung in der Advents- und Weihnachtszeit.

Christuskirche

„Warum gucken die denn so traurig?“ Diese Frage wird oft gestellt, wenn Menschen die Krippe an der Harlinger Straße 16 betrachten. Die Figuren des 1948 im polnischen Dorf Malinówka (früher Groß Malinowken) geborenen Holzschnitz-Künstlers Roman ŚSledźz widersprechen den gängigen Vorstellungen: Jesus liegt nicht auf Heu und auf Stroh, sondern in den Armen eines Hirten, Maria und Josef sehen nicht so aus, als würden sie sich freuen. Der Engel trägt offenbar ein Kreuz – die Krippe gibt Rätsel auf.

Gertrudenheim

Die Krippe im herkömmlichen Sinn hat in den vergangenen Jahren sehr gelitten. Die vielfältigen Details innerhalb der Weihnachtsgeschichte sollen deshalb an der Friesenstraße 27 anders dargestellt werden. Vielleicht ist dabei die eine oder andere Alltagsszene der Weihnachtsgeschichte nicht auf den ersten Blick zuzuordnen. Aber eventuell zeigt genau das die „Besonderheiten“ der Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner des Gertrudenheims auf .

„Anton Budelmann“

Die Krippe und der Kindergarten an der von-Berger-Straße 12 haben ihre eigene Weihnachtskrippe. Gemeinsam ist beiden Krippen, dass die Kinder sie berühren können. Über Erzählungen und Geschichten erfahren sie die Weihnachtsgeschichte und dass es ein längerer Weg war, den Jesus und Maria während ihrer Schwangerschaft zurücklegen mussten. Und so steht am Anfang der Adventszeit die Krippe und eine Landschaft auf dem Tisch, und nach und nach kommen die Tiere und Menschen dazu. Am Ende entsteht ein vollständiges Bild der Krippen – nur Jesus ist erst nach Weihnachten da und kann jetzt bestaunt werden.

Kita Blumenstraße

Die Krippe ist nach eigener Einschätzung der Kindertagesstätte nichts Besonderes – Standardausführung mit Jesus, Maria und Josef, drei Heilige, ein Esel, ein paar Schafe und etwas Stroh. Allerdings wird sie – sobald Anfang Dezember aufgebaut – zu etwas Besonderem. Dann nämlich steht sie im Flur des Kindergartens, auf Kinderhöhe. Jeder kann vorbeikommen,kann die Figuren berühren, kann die Szenerie verändern. Dann steht mal Josef neben Maria, mal neben den Schafen – die Krippe lebt sozusagen.

Kita eupener Straße

Die Krippe ist seit den 1970er Jahren im Advent im Eingangsbereich des Kindergartens zu sehen. Einige Krippenfiguren wurden im Laufe der Jahre noch zusätzlich angeschafft. Und so ist auch ein kleiner Junge zu sehen, der an der Krippe mit dem Jesuskind niederkniet. Das ist etwas Besonderes und zugleich meist morgens ein Anlass für Kinder, ihre Eltern zu fragen: Was macht der kleine Junge da eigentlich?

Kindergarten Schulweg

Im Kindergarten Schulweg machen sich die Kinder und die Erwachsenen gemeinsam mit Maria und Josef auf den Weg zur Krippe. Um den Kindern die Weihnachtsgeschichte näher zu bringen, beteiligen sich die Kinder an der Gestaltung der Figuren. So erarbeiten sie sich nach und nach die Weihnachtsgeschichte und die sich daraus ergebenen Fragen bis zur Geburt Jesu. Das Besondere an der Krippe ist, dass sie jedes Jahr durch die Mitgestaltung der Kinder anders aussieht.

Krippe Fröbelstraße

Das Holz, aus dem die Figuren gefertigt werden, stammt ausschließlich aus regionaler Forstwirtschaft. Alle Materialien sind von hochwertiger Qualität. Der anthroposophische Gedanke bestimmt die Philosophie. „Ich habe mich vor vielen Jahren bewusst für die Ostheimer Holzfiguren entschieden. Die Schlichtheit und Ästhetik, dennoch der besondere Ausdruck jeder einzelnen Figur, haben mich überzeugt“, schreibt Cornelia Hahme. In der Adventszeit, wenn die Krippe unseren Raum schmückt, herrscht eine ganzbesondere Atmosphäre.

Lambertistift

Die Krippe im Stift an der Alexanderstraße 62 ist im Altenheim nicht nur wichtig, um an Erinnerungen anzuknüpfen, sondern auch ein besonderer Ausdruck des christlichen Glaubens, der durch die schönen Krippenfiguren sichtbar wird. Gerade die alten Mitmenschen erfahren Trost in der Darstellung der Geburt Jesu. So wird Weihnachten Hoffnung und Zuversicht sichtbar und erlebbar. 

Martin-Luther-Kirche

Selber im Stall sitzen? Was ist das für ein Gefühl: Ein leuchtender Stern über dem Stall, eine Krippe vor sich? Der von Alfred Wegener und Manfred Kriete 2010 gebaute Stall bietet an der Eupener Straße die Möglichkeit, selbst zu einer Krippenfigur zu werden und das Geschehen im Stall von Bethlehem um das Jahr Null herum von innen zu betrachten. Außerdem ist eine israelische Krippe aus den 1970er Jahren zu bewundern.

St. Lamberti-Kirche

Die Krippe in der Lamberti-Kirche stammt aus der Holzschnittwerkstatt von Lotte Sievers-Hahn. Die Darstellung ist sehr lebendig. Ein Kind liegt da in einer einfachen Futterkrippe – gerade geboren, ein neuer Mensch. Da ist seine Mutter, die es nährt und wärmt; da ist der Vater, der sich ihm liebevoll zuwendet; da sind Ochs und Esel, die in dieser kalten Nacht Wärme ausstrahlen.

Tagesaufenthalt

Der Tagesaufenthalt der Diakonie für Menschen in Wohnungsnot an der vorderen Ehnernstraße hatte bisher keine Weihnachtskrippe. Nun haben Konfirmandinnen und Konfirmanden der Martin-Luther-Kirche eine Krippe gebastelt. Nachdem sie sich vorher genau vor Ort umgesehen und informiert haben, gingen sie ans Werk. Damit die gute Nachricht, die eine Weihnachtskrippe verkörpert, gerade Menschen in Wohnungsnot in der Advents- und Weihnachtszeit vor Augen haben.


Mehr Informationen gibt es unter   www.kirchengemeinde-oldenburg.de 

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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