• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Entwarnung in Englischen Siedlungen?

28.12.2018

Alexandersfeld /Ohmstede /Brokhausen Die meisten Mietshäuser in den Englischen Siedlungen Alexandersfeld, Ohmstede und Brokhausen haben Fachleute des Bremer Umweltinstituts untersucht. Bis Weihnachten seien in 247 der insgesamt 269 Reihenhäuser Staubproben genommen worden, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin am Donnerstag auf NWZ-Anfrage mit. Die Mieter der übrigen 22 Häuser seien bislang nicht erreichbar gewesen. Hier seien Untersuchungen erst 2019 möglich.

Bei den untersuchten Häusern gibt die Bima Entwarnung: Die vorliegenden Laborergebnisse für die Raumluftmessungen in Dach- und Obergeschossen zeigten, dass bis jetzt „keine akuten Gesundheitsgefahren für die Mieter“ festzustellen seien. Dennoch: Bis zum Abschluss der Untersuchung empfehle die Bima Mietern vorsorglich, die Dachgeschosse weiterhin nicht zu nutzen.

„Ungeklärte Fragen“

Bei der Interessengemeinschaft der Mieter in der Siedlung Alexandersfeld stößt die Nachricht auf Zurückhaltung. „Uns liegen die Ergebnisse noch nicht vor“, sagte Sprecher Dirk Jahn der NWZ am Donnerstag. „Es gibt zahlreiche ungeklärte Fragen und nicht eingelöste Versprechen.“ Der Sachverständige Joachim Wießner, der mit seinen alarmierenden Messergebnissen die Diskussion um die Giftstoffe im August ausgelöst hatte, äußerte sich ebenfalls abwartend. Sowohl das Verfahren als auch die genauen Werte müssten bekannt sein, um die Belastung abschätzen zu können.

Lesen Sie auch: Was werden die Gift-Messungen zeigen?, NWZ, 20. September 2018

Lesen Sie auch: Gift-Tests in Hunderten Oldenburger Dachstühlen, NWZ, 18. September 2018

Seit September testen Fachleute alle Bima-Häuser in den drei Englischen Siedlungen in Oldenburg auf die Holzschutzmittel Lindan, PCP (Pentachlorphenol) und PCN (Polychlorierte Naphtaline). Diese hochgiftigen Stoffe wurden in den Siedlungen – wie in vielen Häusern dieser Bauzeit – verwendet. Ein Gutachten, das die Bima zunächst geheim gehalten hatte, hatte bei Stichproben zum Teil massive Belastungen der Dachstühle festgestellt. Im August war ein Sturm der Entrüstung losgebrochen. Die Bima hatte daraufhin zugesagt, alle Gebäude in ihrem Besitz untersuchen zu lassen. Diese Ergebnisse liegen jetzt zum Großteil vor. Die Berichte über die untersuchten Häuser will die Bima in den nächsten Wochen fertigstellen und den Mietern zusenden.

Wie es für die Mieter weitergeht, will die Bima entscheiden, wenn der Abschlussbericht vorliegt. „Die weiteren Schritte ergeben sich aus den individuellen Handlungsempfehlungen der Gutachten, welche derzeit für den Versand vorbereitet werden“, teilte ein Bima-Sprecher mit. Die Mieter erhielten mit dem Gutachten ein Schreiben, das über das weitere Verfahren aufkläre.

Was ist mit Sanierung?

Dies betrifft vor allem die Frage möglicher Sanierungen und die Nutzung von Gegenständen, die in den Dachstühlen lagern. Die Laborwerte lägen „unterhalb der Sanierungszielwerte aus den Bewertungsgrundlagen für PCP, Lindan und PCN“, teilt die Bima mit. Eine Sanierung sei nicht notwendig. Auf den Dachböden gelagerte Gegenstände würden im Einzelfall ersetzt, insofern die Handlungsempfehlung des Gutachtens eine Entsorgung vorsehe.

Gutachter der Firma Competenza (Hamburg), die im Sommer im Auftrag der Bima stichprobenartig Häuser untersucht hatten, hatten von einer dauerhaften Nutzung der Dachräume abgeraten. Spielzeug, Kleidung und weitere Gegenstände sollten nicht ungeschützt dort lagern.

Bei einigen Häuser will die Bima stichprobenartig Raumluft untersuchen („reine Vorsorgemaßnahme; kein akuter Handlungsbedarf“). Das Bremer Umweltinstitut setze sich derzeit mit den betroffenen Mietern in Verbindung, um Termine für die Stichproben zu vereinbaren.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2101
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.