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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Ballanteim-Brand vor Gericht

20.10.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Fünf Jahre nach den spektakulären Flammen kommt der „Ballanteim-Brand“ vor Gericht. In der kommenden Woche beginnt der Brandstiftungsprozess gegen einen 29-jährigen Gastwirt aus Oldenburg, der nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Versicherungssumme kassieren wollte.

Mitarbeiter einer angrenzenden Pizzeria hatten in der Nacht zum 15. Oktober 2001 das Feuer in der Gaststätte Ballanteim an der Ecke Heiligengeiststraße/Nelkenstraße entdeckt, nachdem zuvor die Schaufensterscheibe zerplatzt war. Als die Feuerwehr eintraf, flogen gerade nach einer Explosion die Steine der Außenwand des ersten Obergeschosses durch die Straße. Verletzt wurde niemand: Die Feuerwehrleute hatten großes Glück, die Mieter über der benachbarten Pizzeria konnten sich selbst ins Freie retten – und der über dem Ballanteim wohnende Hausbesitzer befand sich auf einer Urlaubsreise in der Türkei.

Dessen Sohn – und Ballanteim-Betreiber – geriet schnell ins Fadenkreuz der Justiz. Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Polizei Gegenstände entdeckt, die als verbrannt gemeldet worden waren. Zwei Monate nach dem Feuer kam er wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung in Haft.

Monate später war er wieder draußen, erst jetzt kommt er vor Gericht – weil das Amtsgericht die Sache an das Landgericht verwies und bei dem andere Prozesse Vorrang hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem (nicht geständigen) Gastwirt vor, einen (unbekannten) Dritten mit der Brandstiftung beauftragt zu haben, um mit seinem Vater die Versicherungssumme zu kassieren. Darauf stehen bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Beim Brand entstand ein Schaden von 375 000 Euro. Das Haus hatte zuvor mehrfach zur Zwangsversteigerung gestanden.

Michael Exner
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