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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

AUTOBAHNMORD: Bei Jauch und Kerner auf Gästesessel

28.03.2008

OLDENBURG „Hey Sascha, super Auftritt bei Kerner, das hast Du gut gemacht.“ Das Lob des Kollegen auf dem Flur des Polizeigebäudes an der Ziegelhofstraße gilt Sascha Weiß, Hauptkommissar und Pressesprecher der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland.

Seit Ostermontag steht Weiß im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Der Hauklotzwurf von der Autobahnbrücke Butjadinger Straße auf die A 29, durch den am Ostersonntag eine 33 Jahre alte Frau aus Telgte getötet worden war, hat seinen gewohnten Tagesablauf gehörig durcheinander gewirbelt. „Mehr als 100 Anfragen kommen täglich“, erzählt der 40-Jährige. Zeitungen wollen Mitteilungen, Rundfunksender O-Töne, Fernsehteams Interviews vor Ort.

Weiß steht allen geduldig Rede und Antwort, arbeitet fast rund um die Uhr. „Meine Familie bekommt mich kaum noch zu Gesicht. Dienstag war ich von 5 bis 23 Uhr dienstlich unterwegs, von Mittwoch auf Donnerstag habe ich in Köln übernachtet“, erzählt Weiß. Die Interviews beim Sat1-Frühstücksfernsehen sowie Johannes B. Kerner im ZDF am Dienstag und am Mittwoch bei Günther Jauch im Stern TV (RTL) zählten bislang zu den Höhepunkten seiner Auftritte, die der Hauptkommissar als Arbeit verstanden wissen möchte. Weiß: „Ich gehöre zum Team der Mordkommission und sorge dafür, dass die Kollegen ungestört ermitteln können.“ Neider möchte er nicht auf den Plan rufen.

Von seiner Familie, Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen bekommt er positive Rückmeldungen auf seine Auftritte, „die immer ein wenig an den Nerven zerren“, wie er zugibt. Doch hat er eine gewisse Routine entwickelt. „Vorgespräch, in der Maske schminken und die Haare legen lassen, ab in die Sendung“, beschreibt der Polizeisprecher den Ablauf vor den Sendungen, die (wie bei Kerner) aufgezeichnet oder (wie bei Jauch) direkt ausgestrahlt werden. „Im Frühstücksfernsehen war keine Zeit mehr fürs Schminken, da bin ich wie ein Gespenst rübergekommen, hat meine Frau gesagt“, erzählt Weiß schmunzelnd. Bei Kerner saß er unter anderem mit Bremens Innensenator Willi Lemke, Sprachkritiker Wolf Schneider und „Gangsta-Rapper“ Bushido im Studio. Kontakt gab es zwar, die Gespräche untereinander vor und nach der Sendung beschreibt er als höflich aber distanziert. Autogramme hat Weiß sich nicht geben lassen.

In den Sendungen ist er jeweils auf den Stand der Ermittlungen, das Schicksal der überlebenden Familienmitglieder und den Fortgang der Fahndung angesprochen worden. Weiß sieht sich als Bindeglied zwischen Mordkommission und Öffentlichkeit. Die Polizei habe sich entschieden, offensive Pressearbeit zu leisten, sagt er, um weitere Hinweise zu erhalten.

Sein großer Wunsch? Dass der Mörder möglichst bald gefasst wird und er wieder mehr Zeit für seine Ehefrau und die beiden Töchter hat. Die sehen ihren Ehemann beziehungsweise Papa zurzeit mehr in der Zeitung und im Fernsehen als zu Hause . . .

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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