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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Brand im Ballanteim bleibt weiter ungeklärt

18.11.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Freispruch für den Angeklagten: Das Landgericht hat den früheren Betreiber der Gaststätte „Ballanteim“ an der Heiligengeiststraße nicht verurteilt. Der 29-Jährige musste sich wegen „schwerer Brandstiftung zur Ermöglichung eines Versicherungsbetruges“ (mindestens fünf Jahre Haft) vor Gericht verantworten. Er sollte am 15. Oktober 2001 einen Unbekannten angestiftet haben, das Gebäude (Besitzer: sein Vater) in Brand zu setzen, um sich und seinem Vater die Versicherung in Höhe von rund 300 000 Euro zu erschleichen.

Tatsächlich waren das Gebäude und das angrenzende Haus, in dem sich eine Pizzeria befand, völlig zerstört worden. „Die Tat war dem Angeklagten aber nicht nachzuweisen“, sagte gestern der Vorsitzende Richter Hugo Sponer. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft (sie hatte den Freispruch beantragt) habe der 29-Jährige selbst das „beste Alibi der Welt“ gehabt. Zur Tatzeit habe er sich auf der privaten Fete eines Polizeibeamten aufgehalten.

In Verdacht war der Mann geraten, als nach dem Brand im Keller eines Freundes Gegenstände gefunden worden waren, die der Versicherung später als verbrannt gemeldet worden sein sollten. Aber auch das ließ sich nicht beweisen. In einer früheren Erklärung hatte der Angeklagte zugegeben, vor dem Brand einige Sachen aus der Gaststätte ausgelagert zu haben, weil er die Kneipe sowieso hätte aufgeben müssen. Diese ausgelagerten Gegenstände seien der Versicherung dann nicht gemeldet worden.

Trotz des Freispruchs und der Einstellung des Verfahrens bleiben aber nach wie starke Verdachtsmomente sowohl gegen Vater als auch Sohn. Darauf wiesen gestern die Richter und der Vertreter der Staatsanwaltschaft hin. Dass nach dem Freispruch für den Sohn das eingestellte Verfahren gegen den Vater nun wieder aufgenommen wird, dürfte unwahrscheinlich sein.

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Landgericht | Staatsanwaltschaft Oldenburg

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