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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Brückenunfälle lösen Sorgen aus

14.08.2018
Betrifft: „Navigationsgerät leitet Lkw gegen Melkbrink-Brücke“ (NWZ vom 13. Juli), und „Hat die Notfallkette versagt?“ (NWZ vom 20. Juli); über Unfälle an der Eisenbahnbrücke

Vor einigen Monaten rauscht ein Lkw mit lautem Knall derart in die Eisenbahnbrücke am Melkbrink, dass der Laster mitten durchbricht. Ein zufällig anwesender DB-Mitarbeiter befindet die Brücke augenscheinlich für okay, und es fahren seither wieder munter Güter- und Personenzüge. Erneut knallt ein Lkw gegen die Melkbrink-Brücke; es bröckelt etwas Beton, die Bundespolizei befindet dies als Bagatelle – nix passiert. In den Anhörungsgesprächen durfte laut DB die Pferdemarktbrücke nicht auf Standfestigkeit geprüft werden, da das Bauwerk darunter leiden und in der Folge zusammenbrechen könnte. Wozu pessimistische Fachleute, wenn ein Handwerker und ein Gendarm durch Handauflegen diagnostizieren können. (...)

Hartmut Rocker
Oldenburg

Liest man den Bericht über den Lkw-Unfall an der Eisenbahnbrücke am Melkbrink, könnte man meinen, dass nicht viel passiert sei. Was der Artikel verschweigt ist die Tatsache, dass acht Minuten nach dem Unfall ein Güterzug mit Tankkessel-Waggons über die Brücke führ. Entweder die Fachleute waren innerhalb von erstaunlich wenigen Minuten nach dem Unfall vor Ort und konnten in kürzester Zeit entscheiden, dass die Eisenbahnbrücke auch für Gefahrgüter immer noch passierbar ist, oder der Güterzug hat die Brücke überquert, ohne dass klar war, ob sie durch den Unfall beschädigt war oder nicht. Die Tatsache, dass es an dieser Brücke immer wieder zu solchen Unfällen kommt, zeigt doch, dass hier Handlungsbedarf besteht. Warum wird keine Höhenkontrolle 50 Meter vor der Brücke installiert, wie es sie zum Beispiel bei Parkhäusern gibt. Das wäre eine simple und kostengünstige Lösung.

Klaus Wutzke
Oldenburg

(...) Man vergisst sehr schnell und viel über die Jahre. Das ist oft gut so, aber im Fall Schienengüterverkehr in Oldenburg ist es sehr schlecht. Jetzt hat nicht nur zum wiederholten Male ein Lkw die Brücke am Melkbrink gerammt, es ist auch ein Kesselzug mitten auf den Schienen bei der Alexanderstraßenquerung liegengeblieben. Von den Güterzügen, die den Bürgerbuschweg ohne geschlossene Schranken durchfuhren, mal ganz zu schweigen. Erinnern Sie sich noch an den Autotransportzug, der das falsche Gleis nahm und dann wegen fehlender Oberleitungen stehenblieb? Nein? Vielleicht gut so, denn aus meiner Sicht ist Oldenburg schon mehrmals an einer echten Katastrophe vorbeigeschlittert.

Von Seiten der Bahn wird immer nur beschwichtigt, und zum Dank vergisst man ja. Aber: Der zunehmende Güterverkehr muss aus der Stadt heraus, es gibt dafür noch unendlich mehr Gründe und sogar gute Möglichkeiten dazu. (...)

Bernd Hufnagel
Oldenburg

Man kann trefflich über mangelnde Schnelligkeit der Notfallkette streiten, aber die schnellste Kette kann nicht verhindern, dass ein Lkw gegen die Brücke kracht und sie schwer beschädigt, während in dem Moment ein Zug über die Brücke fährt oder auch nur kurz danach. Die einzige Lösung, die eine Brückenbeschädigung verhindert, besteht aus schweren, stabil montierte Stahlträgern auf beiden Seiten der Brücke, die die Fahrzeuge zerstören, bevor sie die Brücke erreichen. (...)

Hartmut Krummrei
Oldenburg

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DB | Bundespolizei

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