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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Vier Antworten zum Bahnunfall

09.11.2019

Bürgerfelde Ein technischer Defekt war die Ursache für den Unfall zwischen einem Auto und einem Zug der Nordwest-Bahn. „Die Fahrerin trifft kein Verschulden“, sagt Polizeisprecher Stephan Klatte. Daher werde die Polizei auch nicht weiter ermitteln, weder gegen die 38-Jährige, noch nach der Ursache für den Defekt. Die NWZ klärt die wichtigsten Fragen.

Wie kam es zu dem Unfall?

Gegen 16.15 Uhr war die Oldenburgerin mit ihrem Auto auf dem Bahnübergang liegengeblieben und hatte, als sie den Wagen nicht mehr starten konnte, das Fahrzeug verlassen. Passanten hatten zunächst noch versucht, den Wagen von den Schienen zu bewegen. „Das zeugt von hoher Zivilcourage“, lobt Klatte den Einsatz. Das Auto habe sich allerdings aufgrund des technischen Defekts nicht mehr bewegen lassen. Da sich kurze Zeit später bereits die Schranken des Bahnübergangs senkten, ließen sie vom Vorhaben aber ab und entfernten sich vom Bahnübergang. „Der Zug konnte, obwohl der Lokführer noch bremste, allerdings nicht mehr rechtzeitig anhalten“, berichtet der Polizeisprecher.

Die Nordwest-Bahn prallte auf das Heck des Fahrzeugs und schleuderte es einige Mal herum. Dabei wurde die Fahrerin, obwohl sie in einiger Entfernung stand, an der Hüfte getroffen. Sie zog sich dabei aber nur leichte Verletzungen zu. „Insgesamt ist der Unfall sehr glimpflich abgelaufen“, sagt Stephan Klatte.

Wer zahlt den Schaden an Auto und Zug?

Für den entstandenen Sachschaden an Auto, Zug und Schranke kommt aller Voraussicht nach die Haftpflichtversicherung der Fahrzeughalterin auf. „Entsteht ein Schaden an Dritten, springt die Haftpflichtversicherung ein. Es gilt höchstens, die Frage des Verschuldens zu klären“, schätzt Henning Engelage vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die Situation ein. Auch Polizeisprecher Klatte geht davon aus, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt, da kein schuldhaftes Verhalten der Oldenburgerin vorliegt, sondern ein technischer Defekt am Fahrzeug und dieses deshalb auf dem Bahnübergang stehengeblieben ist.

Was ist das richtige Verhalten?

„Die richtige Reaktion in einem solchen Fall ist, sofort auf dem Wagen auszusteigen, sich von den Gleisen zu entfernen und die Notrufnummer 110 zu wählen“, erklärt Stephan Klatte. Man solle nicht versuchen, das Auto von den Schienen zu bewegen, wenn es nicht mehr anspringt, zumal man einen herannahenden Zug im Auto nicht hören könne. Die Polizei informiert die Bundespolizei, die dann die weiteren Schritte einleitet, um schlimmere Unfälle zu verhindern.

Der Bahnübergang am Bürgerbuschweg ist mit sogenannten Halbschranken gesichert. „An solchen Bahnübergängen kommt es leider immer wieder vor, dass insbesondere Fahrradfahrer diese umfahren, obwohl die Schranken schon geschlossen sind“, berichtet Stephan Klatte, der dieses Fehlverhalten leider selber schon mehrmals an entsprechend Übergängen im Stadtgebiet beobachtet hat, unter anderem am Bahnübergang am Artillerieweg. Das sei eine Ordnungswidrigkeit – „für Auto- und Fahrradfahrer gleichermaßen“, betont er.

Wie lange waren Straßeund Übergang gesperrt?

Rund zwei Stunden waren Bahnübergang und Bürgerbuschweg gesperrt. Da das Gleis in Fahrtrichtung Oldenburg aufgrund der Rodungsarbeiten an der Strecke gesperrt ist und der Zug das andere Gleis blockierte, stand der Zugverkehr still. Warum der Reiseinformations-Service auf der Homepage der Bahn trotzdem nur eine Verspätung der Verbindungen von neun Minuten auswies, kann eine Bahnsprecherin nur so erklären, dass Sperrung und Zugausfälle seitens des Verkehrsunternehmen, also der Nordwest-Bahn, nicht weitergegeben worden seien.

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