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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Straße bei Sturzregen gesperrt

22.10.2019

Bürgerfelde Starkregen: Ein Ereignis, das in Zeiten des Klimawandels immer häufiger Angst und Schrecken verbreitet. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, zum letzten Mal war am 17. August 2019 die Alexanderstraße im Bereich des Gertrudenkirchhofs eigentlich unpassierbar. Die Auto fuhren trotzdem weiter, doch damit soll bald Schluss sein.

In einem europäischen Pilotprojekt baut der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in Zusammenarbeit mit der Stadt ein Verkehrslenkungssystem auf, über das die Verkehrsströme umgeleitet werden sollen, erklärte OOWV-Abteilungsleiter Dr. Michael Janzen am Montagabend im Verkehrsausschuss.

Kernstück des Systems sind zwei Sensoren, die den Wasserdruck im Mischwasserkanal unter der Alexanderstraße an den Einmündungen Humboldtstraße beziehungsweise Kreuzstraße messen. Wird der Wasserdruck bei starken Regenfällen zu hoch, lösen die Sensoren aus und schalten automatisch die Hinweistafeln ein, die am Pferdemarkt beziehungsweise in Gegenrichtung an den Einmündungen Nedderend und Von-Finckh-Straße stehen.

3,8 Millionen Euro gibt es von der Europäischen Union für das Pilotprojekt, an dem neben mehreren Partnern auch die Länder Belgien, Dänemark, Großbritannien, die Niederlande und Schweden beteiligt sind. Gemeinsam wird unter dem Oberbegriff die „wassersensible Stadt“ ein Strategiekonzept entwickelt.

Problematisch sind unter anderem auch die Bugwellen, die Autos vor sich herschieben, die durch überflutete Straßen fahren, erklärte Jens de Boer, OOWV-Regionalleiter. Die Welle verdoppelt in der Alexanderstraße nochmals den Wasserstand. Die Senke ist 50 Zentimeter tief. Womit Oldenburg mit einem vergleichsweise geringfügigen Problem zu kämpfen hat, weiß de Boer. In anderen Städten stehen Menschenleben auf dem Spiel, wenn Tunnel oder Parkgaragen volllaufen.

Der Verkehr wird, wenn die Alexanderstraße im vorderen Bereich überflutet und zukünftig gesperrt ist, stadtauswärts über die Nadorster Straße und Lambertistraße zurück zur Alexanderstraße umgeleitet. Stadteinwärts dient die Von-Finckh-Straße als Umleitungsstrecke. Der Melkbrink ist nicht geeignet, weil bei Starkregen dort die Bahnunterführung vollläuft.

Das System mit den Hinweisschildern soll im März/April aufgebaut werden und im Mai in den Versuchsbetrieb gehen. Der OOWV hofft auf eine große Akzeptanz, rot geschaltete Ampeln wird es vorerst nicht geben. Fehlmeldungen bei absoluter Trockenheit oder eine nicht auslösende Verkehrslenkung bei Starkregen könnten die Akzeptanz untergraben. Großes Interesse an dem System hat die VWG, die ihre Zentrale an das Meldesystem anschließend möchte, um rechtzeitig die Busse umlenken zu können. Gleiches gilt für die Rettungs- und Einsatzdienste.

Vor dem Starkregen im August dieses Jahren gab es im Juli 2014 ein sogenanntes Starkregenereignis, bilanziert Reinhard Hövel, Sachgebietsleiter Planung und Bau beim OOWV. In den Jahren 2010 und 2011 war die Stadt jeweils zweimal von Starkregen getroffen worden.

Grafik als PDF.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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