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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Cäcilienbrücke ab 30 Grad nicht mehr betriebsbereit

14.06.2016

Oldenburg Die Bauschäden an der Cäcilienbrücke schränken den Betrieb der Heb- und Senktechnik ein. An heißen Tagen ist ein Einsatz nicht mehr möglich. Das Waser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremen stellt dann den Betrieb der Brücke vorsorglich komplett ein.

„Wenn die Lufttemperatur 25 Grad Celsius beträgt, werden wir hellhörig und messen genau“, berichtet Rüdiger Oltmanns vom WSA Bremen. „Erreicht die Temperatur auf der Straße, wo es heißer ist als in der Luft, die 30-Grad-Marke, stellen wir den Betrieb ein.“ Der Spalt auf der Brückenseite zur Innenstadt hin sei bei diesen Temperaturen zu klein. „Die Brücke könnte sich beim Heben oder Senken so verkanten, dass sie gar nicht mehr geht. Um das nicht zu riskieren, setzen wir den Betrieb aus, bis die Temperaturen wieder gesunken sind.“ Ebenfalls eingestellt wird der Brückenbetrieb ab Windstärke 8. „Die Angriffsfläche für den Wind steigt, wenn die Brücke angehoben wird. Es besteht die Gefahr, dass die Kräfte, die da wirken, die Brücke ernsthaft beschädigen.“

Abriss der Brücke rückt näher, Artikel vom 11. April 2015
Ungleicher Kampf um Oldenburger Cäcilienbrücke
, Artikel vom 23. April 2015
Steinschlag-Gefahr auf der Cäcilienbrücke, Artikel vom 24. Oktober 2015

Am ersten Juni-Wochenende war unter anderem das Passagierschiff „Mona Lisa“ vom „hitzefrei“ der Cäcilienbrücke betroffen. Das Flusskreuzfahrtschiff, das aus Richtung Bremen kam, musste unfreiwillig in Oldenburg vor Anker gehen, weil die Brücke wegen der hohen Temperatur am Sonntag außer Betrieb war. Erst am frühen Montagmorgen konnte der Kapitän die Fahrt fortsetzen.

Über die geplante Erneuerung der Cäcilienbrücke hatte sich bei der jüngsten Mitgliederversammlung der FDP eine lebhafte Diskussion entwickelt. Mitglied Eckart Otter hatte angeregt, einen Neubau der Brücke zu fordern, die den verkehrlichen Ansprüchen besser genügen sollte als die bestehende. Der Vorschlag, der abgewiesen wurde, zielte auf eine Änderung der bisherigen Planung des WSA für den Neubau aus. Demnach soll die Cäcilienbrücke abgerissen und im alten Stil neu gebaut werden. Der FDP-Vorstand verwies auf einen Vorstandsbeschluss von 2013. Darin hatte sich die FDP bereits gegen die geplante Rekonstruktion nach historischem Vorbild und nach einem Neubau nach dem Stand der Technik ausgesprochen.

Das WSA hat unterdessen die Ingenieurgesellschaft IMS (Hamburg) beauftragt, das Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau im alten Stil in die Wege zu leiten.

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