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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Ehefrau mit 23 Messerstichen getötet

18.02.2017

Oldenburg „Ich habe meine Frau verloren, ich habe sie sehr geliebt.“ Mit dieser Erklärung des Angeklagten hat am Freitag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Oldenburg der Prozess gegen den 58-jährigen Oldenburger begonnen, der am 15. September vergangenen Jahres in seinem Wohnhaus am Scheideweg eben seine „geliebte Frau“ mit 23 Messerstichen in Herz und Lunge getötet haben soll.

Das an Muskelschwund leidende Opfer saß zur Tatzeit in einem Rollstuhl. Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen gemordet. Seine Motive seien zutiefst verachtenswert, so Oberstaatsanwalt Thomas Sander am Freitag.

Stiefsohn ruft „Mörder“

Laut Anklage wollte sich der 58-Jährige selbst töten, gönnte dabei seiner Ehefrau auch kein Weiterleben. Aber nur die Frau starb. Als der Angeklagte gestern den Sitzungssaal betrat, rief sein Stiefsohn laut „Mörder“. Der leibliche Sohn der Getöteten tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Als er aus der Haut fuhr, hatte die Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann den Saal noch nicht betreten. An seiner „geliebten Frau“ ließ der Angeklagte dann kein gutes Haar.

Sie sei herrschsüchtig und eifersüchtig gewesen. Als Fahrschullehrer habe er die Frau kennen und lieben gelernt. Dann habe er seinen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Seine Frau habe ihn nie unterstützt, sondern nur Vorhaltungen gemacht, so der Angeklagte.

„Instinktive“ Tat

Auch, dass er seine betagten Eltern unterstützt habe, sei für sie ein Dorn im Auge gewesen. „Ich musste immer funktionieren und Rechenschaft ablegen“, ließ der Angeklagte über seinen Anwalt erklären.

Viel hat der 58-Jährige am Freitag zur Vorgeschichte der Tat erzählt, zu der Tötung seiner Frau selbst konnte oder wollte der Angeklagte nichts sagen. Er könne sich nicht mehr erinnern, meinte er. Er müsse das Messer wohl „instinktiv“ gegriffen haben. Die Tötung als solche wolle er nicht in Abrede stellen.

Das Verfahren ist auf sechs Verhandlungstage terminiert und wird am 10. März fortgesetzt. Die Schwurgerichtskammer hat einen Psychiater zum Verfahren hinzugezogen, der Auskunft über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben soll.

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