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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Wer hat diese Katze so übel zugerichtet?

29.04.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T08:47:21Z 280 158

Tierquälerei In Oldenburg:
Wer hat diese Katze so übel zugerichtet?

Oldenburg Dieses „Miau“ ihrer Katze wird sie wohl nie vergessen: „Es war lang und herzzerreißend“, beschreibt die Oldenburgerin aus dem Stadtteil Ofenerdiekerin den Hilferuf ihres Haustieres. Am Montag vergangener Woche fand die Frau (die nicht namentlich genannt werden möchte) ihre zweijährige Katze vor ihrem Zuhause mit schlimmen Verletzungen vor. Die Katzenhalterin, wie auch später der behandelnde Tierarzt, waren davon überzeugt, dass die Katze nicht bei einem Unfall verletzt wurde, sondern mit Absicht.

Auf der Suche am See

Sonst warte ihre Katze abends immer draußen vor der Haustür auf sie, bis sie von der Arbeit komme, erzählt die Ofenerdiekerin. Das sei an diesem Tag aber nicht so gewesen. Sie sei darauf hin um den Swarte-Moor-See geradelt, um die Mieze zu suchen. „Bei einem weiteren Rundgang lag sie gegen 18 Uhr plötzlich beim Haus und jaulte. Sie stand nicht auf. Auch nicht, als ich sie lockte.“

Dann der nächste Schrecken: Die rechte Pfote war blutverkrustet, man sah nacktes Fleisch, die Krallen hingen zerstört kreuz und quer an den Zehen. „Ich nahm meine Katze auf den Arm, sie jaulte vor Schmerzen. Sofort bin ich zum Tierarzt gefahren. Am Tag darauf wurde ihre Pfote operiert“, erzählt die Katzenhalterin. Das Röntgenbild zeigte: „Jede einzelne Zehe ist am letzten Knochenglied zerquetscht – auch die Daumenkralle, die bekanntlich weiter oben am Bein ist. Die Krallen mussten teilweise gezogen werden, eine Zehe wurde amputiert.“

Doch damit nicht genug. Die Katze erholte sich nicht. Sie lief nur langsam, fraß kaum, hatte Schmerzen am Bauch. Die Katzenhalterin berichtet: „Am Donnerstagabend fühlte ich eine eigroße Beule unter ihrem Bauch. Am Freitagmittag war sie handtellergroß. Wieder zum Tierarzt. Verdacht auf Bauchdeckenriss.“ Diese Vermutung stimmte, wie sich bei einer weiteren Operation herausstellte. Als der Tierarzt für die OP am Bauch das Fell wegrasierte, „kam ein riesiger Bluterguss zum Vorschein, dunkelblau“.

Dieser Bluterguss sei es auch, der ihren Verdacht bestätige, dass ihre Katze nicht Opfer eines Unfalls gewesen sein könne, sagt die Frau. „Denn dann hätte man Spuren davon auch am Fell sehen müssen oder mehr Verletzungen an anderen Stellen.“ Beweise habe sie dafür nicht. Sie werde aber bei der Polizei Anzeige erstatten.

Tierschützer helfen

Auch der Tierschutzverein Oldenburg hat sich eingeschaltet. Man beteilige sich mit 500 Euro an den Tierarztkosten, teilt Kassenwart Rolf Neuschwander mit. Und: „Ebenso wird vom Tierschutzverein die gleiche Summe als Belohnung für die Ergreifung des Täters ausgesetzt.“ Von weiteren solchen Fällen von Tierquälerei sei dem Verein zurzeit nichts bekannt, so Neuschwander.

Derweil sitzt die kleine Katze in einer Hundetransportbox, denn sie darf nun etwa drei Wochen lang nicht rennen oder springen, damit alles gut abheilen kann. Ob sie eine Behinderung behalte, sei noch nicht heraus, sagt ihre Besitzerin. „Es ist nervenaufreibend und ich bin sehr fertig davon. Und immer die Frage im Kopf ,Wer hat das getan?’.“