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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Schlagseite In Oldenburg: Fehler des Schiffsführers löst Unfall aus

28.11.2016

Oldenburg /Elsfleth Ein leck geschlagenes Frachtschiff hat am Samstagnachmittag einen Einsatz Oldenburger Feuerwehren ausgelöst. Mehr als 30 Mitglieder der Berufsfeuerwehr und des Wasserrettungszugs der Freiwilligen Feuerwehr sowie Einsatzkräfte der Feuerwehren Eversten und Ohmstede waren beteiligt, den Schaden zu analysieren, das Leck abzudichten und das eingedrungene Wasser abzupumpen.

Die niederländische „Vadowesa“ war auf der Fahrt von Brake nach Bramsche am Samstagmorgen bei Nebel gegen das Leitwerk der Eisenbahnbrücke bei Elsfleth gestoßen. Der Schiffsführer hatte nach Angaben der Wasserschutzpolizei zunächst die falsche Passage für die Brückendurchfahrt angesteuert. Als er den Fehler bemerkte und gegensteuerte, geriet der Frachter gegen das Leitwerk der Brücke und beschädigte die Holzkonstruktion an mehreren Stellen.

Der Zugverkehr zwischen Nordenham und Hude war jedoch etwas 90 Minuten unterbrochen und wurde erst nach einer Testfahrt am Nachmittag wieder freigegeben.

Der Kapitän hatte die Fahrt fortgesetzt, in Höhe Oldenburg aber eine Schlagseite bemerkt. Daraufhin legte er auf dem Küstenkanal in Höhe des Wohnmobilstellplatzes (Westfalendamm) an und informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt. Gegen 13 Uhr wurde der Einsatz ausgelöst.

Nach Angaben von Einsatzleiter Wilko Onken war es nicht möglich, die Ladung an Ort und Stelle zu löschen oder den Hafen anzufahren.

Feuerwehrtaucher fanden ein etwa 10 cm langes und 3 cm hohes Loch in der Außenwand auf der Backbordseite im mittleren Bereich des Schiffes. Dieses Leck sei mit Hilfe eines Holzkeils provisorisch abgedichtet worden, berichtete Onken. Das Wasser – etwa 100 Kubikmeter im Zwischenraum von Innen- und Außenwand – sei abgepumpt worden.

Taucher eines Privatunternehmens, die im Auftrag des Schiffseigentümers angereist waren, gingen am Spätnachmittag erneut ins Wasser und dichteten das Leck mit einer Abdichtmasse vollständig ab.

Das 85 Meter lange Schiff soll voraussichtlich am Montag in den Oldenburger Hafen gebracht werden, um dort die Ladung löschen zu können. Anschließend soll die „Vadowesa“ zur Reparatur eine Werft anfahren. Die Ladung besteht aus rund 950 Tonnen Sojaschrot.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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