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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Mobiler Begleiter schützt in Notfällen

04.02.2019

Hamburg /Oldenburg /Ramsloh Eine Frau macht sich nach einem Treffen mit Freunden im Dunkeln alleine auf den Nachhauseweg. Weit und breit ist niemand zu sehen. Doch plötzlich nähert sich ein Fremder, quatscht sie an, will sie bestehlen oder wird vielleicht sogar handgreiflich. Was tun? „Ich kenne Leute aus meinem Bekanntenkreis, die schon einmal überfallen wurden. Sie sagten mir, dass sie vorher zwar etwas gespürt hätten, aber keine Zeit mehr hatten, ihr Handy aus der Tasche zu ziehen, um Hilfe zu holen“, sagt Johannes Lüken.

Über „Miimedia“ und die Notruf-App

Die „Miimedia Gmbh“ hat erst kürzlich einen Zuschlag für ein Exist-Gründerstipendium in Höhe von 96 000 Euro erhalten. Die einjährige Förderung besteht aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und des Europäischen Sozialfonds. Da Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg berät und unterstützt das Team.

Der Sitz der „Miimedia GmbH“, die Mitte 2018 gegründet wurde, ist in Hamburg. Dort wohnt Mark Winkelmann, der sich finanziell am Unternehmen beteiligt und zusammen mit Johannes Lüken und Mitchell die Geschäftsführung des Unternehmens bildet.

Auf dem Markt ist die Notruf-App mit einem Engel als Logo seit Dezember 2018. Sie ist kostenlos in acht verschiedenen Sprachen (die gängigsten) und in 144 Ländern im App-Store oder bei Google-Play erhältlich. Für die Beschützer bleibt sie das auch. Die Nutzer zahlen nach dem kostenlosen Download einen Euro im Monat. Es gibt aber auch eine kostenlose Testphase für 14 Tage.

Mehr Infos unter www.protectmii.com

Und genau da setzt der 28-Jährige aus Ramsloh (Kreis Cloppenburg) an. Zusammen mit seinem Freund und ehemaligen Studienkollegen Mitchell Mkrtchian aus Oldenburg hat er das Softwareunternehmen „Miimedia GmbH“ gegründet und die Notruf-App „ProtectMii“ entwickelt, die es den Anwendern ermöglicht, sich selbst sowie die Familie und Freunde auf effektive Art und Weise zu (be)schützen. Dafür braucht man nur ein iPhone oder Android-Smartphone, gegebenenfalls ein Kopfhörerkabel und sogenannte Beschützer (Freunde/Familienmitglieder), die im Notfall benachrichtigt werden.

„Es sind verschiedene Alarmmodi möglich“, sagt Lüken, der derzeit ein Referendariat bei einer Realschule in Ostrhauderfehn absolviert. Ist die App installiert, kann der Anwender wählen zwischen einem Fallschirm-, Touch- und Bluetoothmodus (aktuell nur für iPhone). Bei Ersterem steckt der Nutzer ein Kopfhörerkabel in sein Handy. Damit wird der Alarm scharfgeschaltet. Angezeigt wird die Scharfschaltung durch einen blauen Bildschirm, auf dem steht, das der Anwender jetzt geschützt sei. Zieht er das Kabel heraus, geht der Alarm los. Der Bildschirm leuchtet rot und ein Signal ertönt. Beim Berührungsmodus reicht ein Doppelklick auf den Handybildschirm, um den Alarm auszulösen. Beim Bluetoothmodus muss der Funkkopfhörer (Air Pod) aus dem Ohr entfernt werden.

Der App-Nutzer hat dann zehn Sekunden Zeit, den Alarm zu deaktivieren. Lüken: „Nur er besitzt das Passwort dafür, um einen Fehlalarm zu vermeiden.“ Bis zu fünf Personen sind individuell als Beschützer bestimmbar. Natürlich müssen auch sie die App installiert haben, damit sie im Notfall helfen können.

„Wird ein Alarm ausgelöst, wird er sofort auf unserem Server registriert. Deaktiviert eine Person den Alarm nicht innerhalb der zehn Sekunden, dann weiß der Server, dass etwas nicht stimmt und sendet alle wichtigen Informationen gleichzeitig an die Beschützer“, sagt Lüken. Dazu zählen der genaue Standort, der Name der Person und wie voll der Akku des Handys noch ist. Anhand eines Online-Kartendienstes werden die Beschützer dann zu der potenziellen Gefahrenstelle navigiert. „Sie können sich die Situation anschauen und dann entscheiden, was sie tun und ob sie die Polizei rufen müssen“, so der 28-Jährige. Daher sei die App besonders attraktiv für Leute, die abends alleine unterwegs sind. Sinnvoll sei sie aber auch beim Joggen, auf dem Schulweg sowie für Kranke und Pflegebedürftige.

Um die 600 Personen hätten die App bereits heruntergeladen, so Lüken. Viele hätten schon berichtet, dass sie sich mit der App sicherer fühlen würden. „Wir hoffen natürlich immer, dass nichts passiert“, sagt der Ramsloher. Genau darum ist „ProtectMii“ ein sinnvoller Begleiter.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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