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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Feuerwehrhaus wächst empor

02.02.2019

Kleefeld /Friedrichsfehn Allmählich wird sie deutlich, die Dimension, die die neue Wache der Feuerwehr Friedrichsfehn in Kleefeld annehmen wird. Derzeit entsteht das Grundgerüst der Stahlhallenkonstruktion, die einmal eine Fläche von rund 700 Quadratmetern bedecken soll. Wenn alles gut läuft, könnten die Feuerwehr Friedrichsfehn und die Dorfgemeinschaft Kleefeld im Oktober dieses Jahres einziehen.

Standorte abgeklopft

Erste Verzögerungen hatte es bereits gegeben, weil ausgerechnet die vorgesehenen Brandschutzmaßnahmen nicht ausreichten. Die nämlich waren zuvor speziell für den Bau von Feuerwehrhäusern zusätzlich verschärft worden, was dazu führte, dass die Stahlelemente vor dem Zusammenfügen zunächst einmal einen neuen Schutzanstrich benötigten.

Rund vier Jahre hatte es gedauert, von der Antragstellung auf Prüfung der baulichen Situation bei der Feuerwehr Friedrichsfehn im Oktober 2014 bis zum Baubeginn im September vergangenen Jahres an neuer Stelle. Und über die war in der Zwischenzeit viel diskutiert worden: „Wir haben damals mehrere potenzielle Standorte abgeklopft, weil wir eigentlich relativ zentral in Friedrichsfehn bleiben wollten, denn wir haben auch Mitglieder in Klein Scharrel“, erklärt Ortsbrandmeister Uwe Hilgen. Leider sei dabei entweder die Lage oder die Größe des Grundstücks nicht ideal gewesen.

Verkehrsgünstig

Schließlich habe man der Gemeindeverwaltung den jetzigen Standort am Rande von Friedrichsfehn vorgeschlagen, der sich vor allem durch seine verkehrsgünstige Lage an der Hauptstraße, dem Jeddeloher Damm, auszeichne. Denn auch für die Kleefelder sollte das Gebäude in erreichbarer Nähe liegen, schließlich hatte die Dorfgemeinschaft Kleefeld seit dem Verkauf des Kleefelder Kroogs keine eigenen Räume mehr. Im Dorf fand sich damals auch keine Alternative, weshalb die Kleefelder im hinteren Bereich der neuen Feuerwehr nun endlich neue Räumlichkeiten erhalten.

„Einige von uns haben es jetzt zwar weiter, wenn es um die Tagesverfügbarkeit bei einem Einsatz geht, aber mein Sohn und ich müssen nur über die Straße“, merkt Uwe Hilgen an. Und dennoch: Sämtliche Einsatzkräfte wohnen im Umkreis von lediglich drei Kilometern um das neue Feuerwehrhaus. Konzipiert wurde dieses mit Weitblick, denn es soll nicht nur den aktuell 38 Männern und sechs Frauen sowie den 14 Jungen und sechs Mädchen der 2011 gegründeten Jugendfeuerwehr ausreichend Platz bieten – im Neubau wurden zudem ausreichend Reserven für Zuwächse in der Belegschaft berücksichtigt.

Das Zusammenleben mit dem Kleefelder Dorfverein ist dabei ganz klar geregelt: „Wir stellen uns gegenseitig Räumlichkeiten zur Verfügung, so weit das geht“, sagt Uwe Hilgen, „denn es gibt natürlich Räume bei der Feuerwehr, in die nicht jeder rein darf“. Die Fahrzeughalle zum Beispiel, denn da stecken die Schlüssel in den Fahrzeugen, um schneller ausrücken zu können. Auch die Parkplätze sind getrennt, damit im Falle eines Einsatzes alles reibungslos verlaufen kann.

Großer Raum

„Man muss sich das Dorfgemeinschaftshaus wie eine Einliegerwohnung vorstellen, mit separatem Eingang“, veranschaulicht Hilgen. „Die beiden Gesellschaftsräume sind allerdings so angelegt, dass sie, eventuell mittels Schiebetür, zu einem großen Raum erweitert werden können.“ Davon profitieren beide Seiten.

„Was wir wollen, ist ein Wir-Gefühl, das uns mit den Kleefeldern vereint“, unterstreicht der Ortsbrandmeister, „weshalb wir das Richtfest und die Einweihung zusammen feiern möchten“. Wann und wie das geschehen wird, steht aber noch nicht fest.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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