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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Chronik: Mit Feuereifer zum Neubau

26.05.2012

WüSTING Bevor 1966 in Wüsting ein neuer Schießstand gebaut werden konnte, galt es, ein Platzproblem zu lösen. Ein Gartenhaus auf dem Grundstück neben dem Saal des Wüstenlander Hofes stand der Planung im wahrsten Sinne des Wortes im Wege. Wie ein „aus ungeklärter Ursache“ entstandenes Feuer, bei dem die Feuerwehr ungewöhnlich passiv blieb, das Problem beseitigte, geht aus einer der Anekdoten hervor, die in der Chronik zum 100-jährigen Bestehen des Schützenvereins enthalten sind. Das 68-seitige Werk hat eine Arbeitsgruppe in monatelanger Sisyphusarbeit erstellt.

Vor dem Brand hatten einige Mitglieder ein Fass Bier und mehrere Flaschen Korn für ein Einweihungsfest ausgelobt, falls die Gartenhütte – wie auch immer – entfernt werden könnte. Die Wüstinger wurden dann in der Nacht vom 2. auf den 3. April 1966 durch einen Großalarm aus dem Schlaf gerissen. Das Gartenhaus brannte bis auf den Grund nieder. „Die Feuerwehr hatte leider ein Problem mit der Pumpe, so dass das Löschwasser die Brandstätte kaum erreichen konnte“, heißt es in der Chronik.

Eine Urkunde belegt, dass bereits 1888 Gastwirt Heinrich Claußen zu Wüsting-Wraggenort einen Schießstand erbaut hat und viermal im Jahr das Schießen von „mit der Schusswaffe kundigen Personen“ ausgeübt werden konnte. Gegründet wurde der Schützenverein aber erst 1912 „von 15 bis 20“ jungen Männern. So feierte ebenfalls 1912 das Schützenfest in Wüsting Premiere, erster König wurde H. Janssen. „Leider sind die Unterlagen zu den ersten Schützenfesten verloren gegangen. Aber soweit sich die älteren Schützen erinnern können, ist in Wüsting immer zu Pfingsten das Schützenfest gefeiert worden“, berichtet der langjährige Vorsitzende Werner Claußen.

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Die ältesten noch vorhandenen Aufzeichnungen über ein Königsschießen stammen aus dem Jahr 1939. Die nächsten Aufzeichnungen beginnen erst wieder nach dem 2. Weltkrieg: Eine Schießkladde dokumentiert, dass am 22. Oktober 1949 20 Schützen an einem Übungsschießen teilnahmen. Diese Männer dürften die Mitglieder sein, die den Verein neu gegründet haben. Am 29. Mai 1951 wurde auch der erste Nachkriegsschützenkönig ausgeschossen: Bernhard Schlombach sicherte sich die Königskette. Am 22. Januar 1951 fand die erste Generalversammlung statt. 1. Vorsitzender wurde Karl Cordes, der dieses Amt seit 1935 inne hatte und bis 1954 amtierte. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Gillner, der diese Funktion bis 1969 ausübte. Ihm folgte Herbert Korte, der den Vorsitz bis 1978 führte – dann übernahm Heiko Suhr. 1993 wurde Werner Claußen zum 1. Vorsitzenden gewählt, seit 2005 steht Henning Freese an der Spitze.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der 1965 begonnene und 1966 fertiggestellte Neubau des Schießstandes mit einem Luftgewehr- und Kleinkaliberstand.

1977 wurde von der Generalversammlung die schon jahrelang ausgiebig diskutierte Gründung einer Damenriege einstimmig beschlossen. 18 Schützenschwestern erklärten sofort ihren Beitritt. Den Posten der 1. Damenleiterin übernahm Adda Punke. 1993 folgte Hanna Riesmeier, 2002 übernahm Hanna Schröder das Amt. Seit 2008 leitet Gunda Schröder mit Sandra Wenke die Damenriege.

Am 14. März 2007 fand der erste Geschlechterkampf (Damen gegen Herren) statt. Überraschenderweise konnten sich die Damen gegen die Männer durchsetzen. „Da gab es lange Gesichter bei den Herren“, kommentiert Werner Claußen.

393 Mitglieder hat der Schützenverein Wüsting. Das jüngste Mitglied ist sieben Jahre alt und wurde bereits als Säugling Mitglied. Das älteste Mitglied ist 96 Jahre alt und in diesem Jahr 61 Jahre dabei.

König im Jubiläumsjahr ist Thomas Mönnich aus Holle. Ihm stehen 1. Adjutant Gerd-Jürgen Paradies und 2. Adjutant Marco Grauer zur Seite.

Königin ist Gunda Schröder aus Grummersort. Anja von Seggern fungiert als 1. Adjutantin, Silke Suhr-Evers ist 2. Adjutantin.

Den Nachwuchs regieren Marvin Albrecht (Junioren), Ole Claußen (Jugend) und Stine Wichmann (Kinder).

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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