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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Mutmaßlicher Vergewaltiger schweigt – Opfer sagt aus

03.02.2017

Oldenburg Wegen einer brutalen Vergewaltigung muss sich seit Donnerstag ein Asylbewerber aus Gambia vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem 38-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, am 24. Juli vergangenen Jahres in Oldenburg am Wendehafen an der Doktorsklappe eine 50-Jährige zu Boden gerissen und vergewaltigt zu haben.

Die Frau war von einem Konzert kommend auf dem Heimweg gewesen. Sie soll herzkrank sein und Todesängste ausgestanden haben. Der brutale Täter hatte ihre Gegenwehr gebrochen. Hilferufe der Frau waren in der Tatnacht nicht gehört worden.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Täter die Frau überfallen, sie rücklings zu Boden geworfen und vergewaltigt. Der Täter sprach kein Deutsch und soll dunkelhäutig gewesen sein.

Das waren nicht viele Anhaltspunkte. Den Täter zu ermitteln, wäre wohl sehr mühsam gewesen. Doch „Kommissar Zufall“ machte den Fall rund. Unabhängig von der Vergewaltigung war der Angeklagte in einer anderen Sache verhaftet worden. Eine Analyse seiner DNA brachte dann eine Übereinstimmung mit DNA-Spuren, die die Vergewaltigung an der Doktorsklappe beweisen sollen.

Der Angeklagte, der seit längerer Zeit schon mit seiner Frau und seinen Kindern in Oldenburg lebt und jetzt in Haft sitzt, machte am Donnerstag von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Deswegen musste die 50-Jährige als Zeugin gehört werden – ein erkennbar schwieriger Gang für die Frau. Während ihrer Vernehmung war die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen.

Trotz der möglicherweise erdrückenden DNA-Beweise hatte der Angeklagte vor einigen Tagen Haftbeschwerde eingelegt. Er wollte auf freien Fuß gesetzt werden. Doch da hatte ihm das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG) einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Angeklagte bleibt in Haft, so der OLG-Beschluss.

Der Angeklagte sei dringend tatverdächtig. Dies ergebe sich unter anderem durch DNA-Analysen. Es bestehe der Haftgrund der Fluchtgefahr. Der Asylantrag des Mannes aus Gambia sei abgelehnt worden. Zudem sei der Angeklagte in der Vergangenheit unter Aliaspersonalien aufgetreten. Unter diesen Umständen müsse damit gerechnet werden, dass der Angeklagte sich ohne Untersuchungshaft dem Verfahren entziehen könnte, teilte das Gericht mit.

Die auf vier Tage angesetzte Verhandlung wird am nächsten Dienstag fortgesetzt.

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