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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Ofenerdieker wollen den Grünen Pfeil abschaffen

05.02.2019

Ofenerdiek Der tragische Tod einer 17-jährigen Radfahrerin im Januar, die ein Lkw-Fahrer beim Abbiegen von der Schützenhofstraße in die Bremer Straße übersehen und mit seinem Laster überfahren hatte, hat auch die Bewohner im Stadtnorden erschüttert. „Wir sind schockiert über den wiederholten Vorfall mit Todesfolge für einen Radfahrer, diesmal eine junge Frau“, meldet sich Bodo Gerdes, Vorsitzender des Bürgervereins Ofenerdiek, zu Wort.

In die Diskussion um die Einführung von Abbiege-Assistenzsystemen für Lastwagen will sich der Bürgerverein nicht einschalten. „Welche Chance hat man schon gegen Lobbyisten?“, fragt Gerdes. Er denkt in eine andere Richtung und sagt: „Schon in jungen Jahren wird uns gelehrt, aus Schaden werde man klug. In der Fahrschule gilt eine andere Weisheit: Vorausschauendes Fahren entspannt.“ Daraus ergibt sich für Gerdes die grundsätzliche Frage: „Warum ist es in der Verwaltung und den Fraktionen so schwierig, auf Hinweise aus der Bevölkerung zu hören und vorausschauend zu reagieren, bevor etwas passiert?“

Nichts verändert

Als ein Beispiel führt Gerdes dazu die Forderung des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg-Dammtor an, den „Grünen Pfeil“ an der Kreuzung Bremer Straße/Schützenhofstraße gegenüber der Unfallstelle abzuschaffen. Dieser Pfeil erlaubt es stadtauswärts fahrenden Auto- und Lkw-Fahrern, auch nach rechts abzubiegen, wenn die eigentliche Ampel Rot zeigt. Das gefährde Fußgänger und Radfahrer, so das Osternburger Vorstandsmitglied Heidi Tauchert. Aber die Stadtverwaltung habe bereits im Jahr 2016 darauf hinwiesen, dass die Polizei den Einmündungsbereich nicht als Unfallschwerpunkt einstufe. Bodo Gerdes sagt: „Der Vorstand des Bürgervereins Ofenerdiek kann den Bürgerverein Osternburg-Dammtor nur unterstützen, den Sinn, die Wirkung und Folgen von Grünen Pfeilen an kritischen Verkehrpunkten zu überdenken. Aus unserer Sicht kann man nicht auf Statistiken über Unfallschwerpunkte der Polizei zurückgreifen, da doch viele ,Beinaheunfälle’ polizeilich gar nicht aufgenommen werden. Hier würde der gesunde Menschenverstand helfen.“

Hier ist’s gefährlich

Auch in Ofenerdiek/ Alexandersfeld gebe es solch kritische Bereiche, mahnt Gerdes an.

Erstes Beispiel: Gefährlich sei es an der Ofenerdieker Straße/Am Stadtrand. „Schon im Jahr 2012 hat der Bürgerverein – leider ohne Erfolg – auf eine gefährliche Situation hingewiesen, die sich durch den Grünen Pfeil für den Verkehr ergeben kann, der aus Richtung Norden nach rechts in die Straße Am Stadtrand abbiegen will.“ Manchen sei nicht klar, dass von links Autos aus dem Bardieksweg kommen können.

Zweites Beispiel: An der viel befahrenen Kreuzung Karuschenweg/Ofenerdieker Straße (ist auch ein Schulweg) ist es laut Gerdes bereits zu Unfällen mit Radfahrern gekommen. Die seien aber nicht polizeilich belegt. Der Ofenerdieker beschreibt: „Hier hat der fließende Verkehr auf der Ofenerdieker Straße über eine Ampel rot, Radfahrer hingegen haben keine Einschränkung und somit freie Fahrt. Die Fahrzeuge aus dem Karuschenweg oder der Paul-Tantzen-Straße müssen trotz Sperrung des Querverkehrs mit Radfahrern, welche oftmals motorisiert und somit schnell sind, rechnen. Hier wäre eine Vollampel oder zumindest auch rot für Fußgänger und Radfahrer notwendig.“

Drittes Beispiel: „An der Kreuzung Alexanderstraße/ Am Alexanderhaus stadtauswärts kann der Autofahrer nach dem vorgeschriebenen Stopp bei roter Ampel in die Kreuzung fahren, im ,toten Winkel’ schaltet die Ampel der Hauptspur zeitgleich mit der für Fußgänger und Radfahrer um. Auch hier ist es zu mehreren Beinahesituationen gekommen. Eine Verzögerung von wenigen Sekunden für die Radfahrerampel würde diesen Bereich entschärfen.“

Das sagt die Stadt

Die NWZ hat die Ofenerdieker Beispiele an die Stadtverwaltung weitergeleitet – mit der Bitte um Stellungnahme. Stadtsprecher Reinhard Schenket antwortet folgendermaßen darauf: „Die Stadt nimmt die Hinweise des Bürgervereins Ofenerdiek auf mögliche Gefahrenpunkte im Straßenverkehr gerne auf. Momentan sehen wir dort zwar keinen akuten Handlungsbedarf, dennoch werden wir uns die genannten Punkte zusammen mit der Polizei anschauen und die Gefahrenlage dort entsprechend bewerten. Grundsätzlich sind wir dankbar für solche Hinweise aus der Bevölkerung. Die Verkehrssicherheit in Oldenburg ist uns enorm wichtig, daran arbeiten wir zusammen mit der Polizei.“

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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