• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Bedenkliche Zwischenbilanz zu Tempolimits in Oldenburg

01.09.2018

Oldenburg Im Dezember wurden die Schilder aufgestellt. Ein halbes Jahr haben Stadt und Polizei beobachtet, wie sich die Tempobeschränkung auswirkt. Nun wurde die Geschwindigkeit der Autofahrer erstmals kontrolliert.

Die Ergebnisse seien „bedenklich“, teilte die Stadt am Freitag mit und lieferte beeindruckende Zahlen. Danach hat jeder vierte Autofahrer zum Beispiel an der Klingenbergstraße Tempo 30 vor der Grundschule nicht eingehalten. Auch an der Alexanderstraße seien binnen zwei Stunden mehr als 200 Verkehrsteilnehmer im Bereich des Neuen Gymnasiums zu schnell gefahren, berichtete Ralph Wilken, der Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes.

Ein gutes halbes Jahr lang hätten Verkehrsteilnehmer Zeit gehabt, sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen vor schutzbedürftigen Einrichtungen zu gewöhnen, betont Wilken.

Allerdings hatten Autofahrer wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass ein Teil der Tempo-30-Schilder so aufgestellt wurden, dass sie leicht übersehen werden können. Zum Beispiel auf der Hauptstraße an der ehemaligen Comeniusschule hatte die Stadt Verbesserungen zugesagt. Der Bußgeldkatalog sieht gestaffelte „Preise“ vor: Wer innerorts bis zu 10 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro rechnen. Bei bis zu 20 km/h werden 35 Euro fällig. Wer bis 25 km/h zu schnell ist, muss mit 80 Euro und einem Punkt rechnen.

kommentar

Notwendiger

Schritt

Tempo 30 ist nicht nur langsam, sondern mit Blick auf den Verkehr häufig überflüssig, ärgern sich die einen. Gegen rücksichtlose Autofahrer müssen Polizei und Stadt endlich energisch vorgehen, fordern andere.

Stadt und Polizei haben mit einer generellen Tempo-30-Begrenzung vor Schulen und Kitas viele emotionale Reaktionen ausgelöst. Das war bei diesem Thema zu erwarten und spricht nicht gegen die neue Regel.

Niemand soll gegängelt werden. Aber alles, was die Sicherheit nachweislich erhöht, muss sein. Zugegeben: Wer eine gewohnte Strecke nur noch mit 30km/h fahren kann statt der gewohnten 50 meint zu kriechen. Er muss sich einfach umgewöhnen. Unter dem Strich ist der Zeitverlust durch Temporeduzierung innerorts aber meist gering. Richtig ist es, solche Vorschriften nicht nur auszusprechen, sondern auch zu kontrollieren. Alles andere hätte keinen Sinn.

Angesichts der hohen Zahl an Verstößen appelliert die Stadt an alle Fahrer, das Tempo gerade vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen zu reduzieren, „auch auf Hauptverkehrsstraßen“.

Stadt und Polizei nehmen die Ergebnisse zum Anlass für weitere Tempokontrollen. Neben der Geschwindigkeitsmessung würden dabei auch sogenannte Verkehrsdisplays eingesetzt. Sie messen das Tempo und zeigen die Geschwindigkeit auf Leuchttafeln an. Zunächst sind die Verkehrsdisplays vor den Kindertagesstätten im Bereich Großer Kuhlenweg und Dedestraße aufgestellt.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

Weitere Nachrichten:

Polizei | Ordnungsamt | Comeniusschule

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.