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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Unbekannter wirft Stein von Autobahnbrücke

22.08.2017

Oldenburg Dieselbe Brücke, eine ähnlich feige Tat – nur diesmal hatten die Opfer größeres Glück als beim tödlichen Holzklotz-Attentat von 2008: Ein unbekannter Täter hat am Sonntagabend von der Autobahnbrücke über die A 29 aus einen Granitstein auf ein darunter fahrendes Auto geworfen. Das Tatobjekt durchschlug die Windschutzscheibe eines Audis und blieb im Innenraum zwischen Fahrersitz und Mittelkonsole stecken. Der 23-jährige Fahrer aus Oldenburger und sein 24-jähriger Beifahrer erlitten einen gehörigen Schrecken, blieben aber unverletzt.

Den Tathergang schildert Stephan Klatte von der Polizeiinspektion so: „Der 23-Jährige war gegen 21.40 Uhr mit seinem blauen Audi auf der A 29 in Fahrtrichtung Wilhelmshaven unterwegs. Als er mit seinem Pkw die Brücke der Butjadinger Straße auf der Überholspur mit etwa 140 Stundenkilometern passierte, konnte er einen dunklen Gegenstand erkennen, der von der Brücke fiel.“

Der Granitstein mit einer Kantenlänge von etwa sechs Zentimetern sei in den Innenraum eingedrungen, daraufhin habe der 23-Jährige eine Vollbremsung eingeleitet und sein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen abstellen können. Bereits um 21.43 Uhr sei der Notruf bei Polizei eingegangen, so Klatte.

Den Beamten der Autobahnpolizei schilderten die beiden Männer vor Ort, dass sie unmittelbar vor dem Einschlag des Steins eine männliche Person auf der Brücke gesehen haben. Diese Person wird von ihnen als vermutlich dunkel bekleidet beschrieben. Zudem soll er mit einem Hollandrad unterwegs gewesen sein, was Klatte so erläutert: „Es ist vor allem die Sitzhaltung, die auf solch einen Fahrradtyp schließen lässt.“

Die Einsatzkräfte suchten im Brückenbereich und entlang der Butjadinger Straße nach Spuren. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 790 41 15 entgegen.

Der Tathergang rückt schnell den Ostersonntag vor neun Jahren ins Gedächtnis, als Nikolai H. das Glück einer Familie aus Nordrhein-Westfalen zerstörte. Der von ihm geworfene, sechs Kilo schweren Holzklotz durchschlug die Frontscheibe des Pkw,, in dem Wladimir K. mit Ehefrau Olga und den beiden Kinder unterwegs war. Die damals 33-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie kurz darauf starb. Der Angeklagte wurde 2010 wegen heimtückischen Mordes und Mordversuchs in drei Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt.

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