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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Mehr Herzensretter für Oldenburg

12.03.2018

Oldenburg Im Falle eines Herzstillstandes zählt jede Sekunde. Denn mit jedem Moment, in dem das Herz nicht schlägt und nicht reanimiert wird, sinken die Überlebenschancen drastisch. Und in Oldenburg haben pro Monat 12 bis 14 Menschen einen Herzstillstand. Aktuell versterben 80 Prozent. Diese Zahl muss zu verbessern sein, ist sich der Oldenburger Feuerwehrmann Eike Mitschker sicher.

Deshalb gibt es jetzt im Gebiet der Oldenburger Großleitstelle (Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie die Städte Delmenhorst und Oldenburg) sowie in Vechta eine App namens Corhelp3r. Sie soll helfen, die Überlebenschance der Menschen mit Herzstillstand zu vergrößern. Das geht so: Wenn bei der Großleitstelle ein Anruf eingeht und jemand einen Herzstillstand meldet, wird dieser Person telefonisch erklärt, wie die Reanimation funktioniert.

Parallel werden aber auch Alarmierung an all die Ersthelfer geschickt, die die Corhelp3r-App installiert haben und sich in der Stadt in einem Umfeld von 1000 Meter befinden. Auf dem Land werden Helfer alarmiert, die sich in einem Radius von bis zu 3000 Meter um den Unglücksort befinden. „Die einzige Voraussetzung, um sich als Corhelper registrieren zu lassen, ist ein Erste-Hilfe-Kurs, der nicht länger als zwei Jahre her sein darf“, sagt Mitschker.

Die App gibt es seit Oktober 2017 im Nordwesten – und auch in Oldenburg haben ersten Patienten ihr Leben diesem Programm zu verdanken. „Ich weiß von einem Mann, der bei sich zuhause einen Herzstillstand erlitten hat. Seine Frau hatte quasi gerade erst das Telefon auf laut gestellt, um den Anweisungen der Großleitstelle zu folgen, da stand der Ersthelfer schon in der Tür“, erzählt Mitschker. Der Helfer lebe glücklicherweise in der Nachbarschaft des Patienten und sei deshalb schnell zur Stelle gewesen.

Wenn mehr als ein Helfer im Umkreis des Patienten sind, alarmiert die App insgesamt drei – zwei, die sich bei der Reanimation abwechseln, schließlich sei diese sehr anstrengend, und einen, der zum nächsten Defibrillator geschickt wird.

„Natürlich kann jede Person für sich entscheiden, ob sie die Alarmierung in diesem Moment annehmen möchte, man ist nicht dazu verpflichtet“, erklärt Mitschke.

Im gesamten Verbreitungsgebiet der App sind aktuell 4000 Ersthelfer aktiviert, in der Stadt Oldenburg sind es 350. „Bis Herbst 2018 wollen wir im gesamten Gebiet 7000 bis 8000 Ersthelfer registrieren“, sagt Mitschke. So könnten die große Zahl von 80 Prozent vielleicht bald der Vergangenheit angehören – dank den Herzensrettern im Nordwesten.

Lesen Sie hier einen Artikel über eine junge Mutter, die einen Herzstillstand überlebte.

Sehen Sie hier das ganze NWZ-Spezial zum Thema Erste Hilfe:

Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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