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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Ehepaar wehrt sich massiv gegen Polizeieinsatz

24.03.2018

Oldenburg Was kurios bis harmlos begann, entwickelte sich für die Oldenburger Polizei zu einem chaotischen Großeinsatz: Einen Feuerlöscher hatten am Donnerstagmittag zwei wilde Mittzwanziger in der Stedinger Straße über Fahrbahn und Gehweg geleert, dabei auch einige Autos besprüht. Auch wenn’s kein Fall von der Tagesordnung war, so hatten die Beamten die Situation doch recht schnell geklärt und die beiden Verantwortlichen gestellt, entsprechende Personalien aufgenommen. Alles ohne Probleme, wie es von der Polizei heißt. Dann aber sollen sich die Geschehnisse überschlagen haben, als sich plötzlich ein 46-jähriger Mann und seine 22-jährige Frau aus Edewecht hinzugesellten und den Polizisten erklären wollten, was sie denn mit den beiden jungen Männern bestenfalls machen sollten.

Beleidigungen und Provokationen der beiden folgten – gegen die Sprüher und auch gegen die Beamten. Letztere erteilten den Eheleuten einen Platzverweis, „dem diese jedoch nicht nachkamen“, wie es im Polizeibericht heißt. Stattdessen habe die 22-Jährige angefangen, den Polizeieinsatz mit ihrem Smartphone zu filmen.

„Nach einer Belehrung durch die Beamten kündigten die 22-Jährige und deren Ehemann an, dass sie das entstandene Video im Internet veröffentlichen würden“, so der Einsatzbericht. Weil es sich dabei um eine Straftat handeln würde, wie es heißt, hätten sich die Beamten entschieden, das Smartphone der Edewechterin sicherzustellen – um dieser vorzubeugen („Gefahr im Verzug“).

Dagegen habe sich die 22-Jährige dann allerdings massiv gewehrt, dabei die Beamten mehrfach beleidigt und um sich getreten. Sie sei daher von der Polizei am Boden fixiert worden. Der 46-Jährige indes teilte in diesem Moment der Leitstelle via Notruf mit, dass seine Frau gerade von falschen Polizeibeamten zusammengeschlagen werde und schwer verletzt worden sei.

Schließlich wurde die 22-Jährige in Gewahrsam genommen. Auch sei ihr eine Blutprobe entnommen worden, weil „bei der Frau der Verdacht bestand, dass sie zuvor Betäubungsmittel zu sich genommen hatte“, heißt es von der Polizei.

Letztere hat nun die Ermittlungen aufgenommen – unter anderem wegen Beleidigung, Widerstands und tätlichem Angriff auf Polizeibeamte. Allein im vergangenen Jahr habe es laut polizeiinterner Statistik im gesamten Zuständigkeitsbereich Stadt Oldenburg/Ammerland rund 120 Angriffe auf Polizeibeamte gegeben.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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