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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Juwelier nach Einbruch wochenlang geschlossen

08.05.2018

Oldenburg Wer am späten Montagnachmittag in der Langen Straße am Juweliergeschäft „Zeitlos“ vorbeiging, sah nur noch, wie die Schaufensterfront mit großen Holzplatten verdeckt wurde. Eine Stahltür bildet für die kommenden Tage den provisorischen Eingang. Für Kunden wird aber auch dieser in den nächsten Wochen verschlossen sein. Warum, das ließ der völlig verbogene Türrahmen vor dem Eingang erahnen.

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Mit einem gestohlenen Auto waren unbekannte Täter in die Fensterfront des Geschäfts gefahren und stahlen diversen Schmuck. Das Fahrzeug schrotteten die Täter bei ihrer Flucht durch die Innenstadt im „Abraham“. Ein zweites Auto, das sie in der Nähe des Unfallortes entwendeten, demolierten sie ebenfalls auf der Flucht.

Inhaber Adei Simon, der auch ein Juweliergeschäft in Rostock betreibt, wollte sich am Montag auf Nachfrage der NWZ nicht zu dem spektakulären Einbruch äußern.

Das Geschäft war 2015 eröffnet worden. Das Warenangebot des Juweliers ist nach Einschätzung von Fachleuten „weniger im Spitzensegment und eher als mittelpreisig“ einzustufen. Möglicherweise sei die Adresse von den Tätern gerade deshalb ausgewählt worden. Denn es sei leichter, „eine Uhr für 250 Euro bei Ebay zu versteigern oder auf einem Flohmarkt an den Mann zu bringen“, heißt es den Spekulationen zufolge.

Wie gefährlich Juweliere und deren Angestellte leben, zeigen Schilderungen anderer Geschäftsleute. Gerd Hochmann, der ein Juweliergeschäft an der Bremer Straße betreibt, ist bereits mehrmals überfallen worden. Der jüngste Einbruchversuch liegt erst ein paar Monate zurück. Kurz vor Weihnachten versuchten Unbekannte, die Schaufensterscheibe einzuschlagen – vermutlich mit einer Spitzhacke. „Das Glas ist zwar rissig geworden“, erinnert sich Hochmann. „Aber die Kunststofffasern im Panzerglas verhinderten, dass die Scheibe splitterte.“ Die Unbekannten rückten ohne Beute ab.

Einige Jahre zuvor waren Hochmanns während der Geschäftszeiten von Maskierten überfallen und bedroht worden. „Mir hatte einer der jungen Männer eine Waffe an die Stirn gehalten.“ Die Täter wurden erwischt; einer erhielt vier Jahre Haft, der andere eine Jugendstrafe.

Einen wertvollen Dienst leiste der Notrufknopf im Geschäft, betont Hochmann. Schon länger zurück liege ein weiterer Überfall. „Ein Täter hielt mir einen Dolch an die Hals und zwang meine Frau, den Panzerschrank leerzuräumen“, erzählt der Juwelier. Durch die von den Tätern nicht bemerkte Alarmierung („die Polizei war innerhalb kürzester Zeit da“) sei es gelungen, die Täter zu fassen. „Sie liefen den Polizeibeamten in die Arme.“

Da Einbrüche in Juweliere nicht selten sind, müssten Geschäftsinhaber tief in die Tasche greifen, heißt es in Branchenkreisen. Die Schaufenster seien das eine, sagt ein Kenner der Szene. Aber die Versicherung für die Auslagen sei möglicherweise so teuer, dass sich der eine oder andere Inhaber überlege, eine Police abzuschließen.

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Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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