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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Oldenburger Frisörkette hinterzieht 800.000 Euro Steuern

11.10.2018

Oldenburg Wegen Steuerhinterziehung im großen Ausmaß hat das Oldenburger Amtsgericht die beiden Gesellschafter und Geschäftsführer einer großen Oldenburger Frisörkette zu je eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem müssen sie jeweils 25 000 Euro Geldstrafe bezahlen.

Kassen frisiert

Den Feststellungen zufolge beläuft sich der angerichtete Steuerschaden auf über 800 000 Euro. 22 Taten waren angeklagt, der Zeitraum lag zwischen 2011 und 2016. In diesen Jahren war es zu zahlreichen Steuerverkürzungen gekommen, teils im großen Ausmaß. Umsätze sollen nicht vollständig erfasst worden sein.

Auch soll es zu einer Manipulation der Registrierkassen (verdeckte Stornierungen) gekommen sein. Ziel soll gewesen sein, an Geld für Schwarzlöhne zu kommen. Die beiden Angeklagten (60 und 61 Jahre alt) sollen es aber auch auf verdeckte Gewinne abgesehen haben.

Die Angeklagten beschäftigen in ihrer Frisörkette mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ins Visier der Ermittler waren die Unternehmer durch einen anonymen Hinweis geraten. Der Hinweis war zwar nicht konkret gewesen, zog aber Durchsuchungen und die Beschlagnahmung von Unterlagen und Registrierkassen nach sich.

Die Angeklagten hatten sich von Anfang an den Ermittlern gegenüber kooperativ gezeigt. Das kam ihnen nun ganz erheblich zugute. Außerdem haben sie mittlerweile auch den kompletten Steuerschaden wieder erstattet. Auch das wirkte sich ganz erheblich strafmindernd aus. Nach Anklageverlesung hatten sich gestern Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu einem Rechtsgespräch zurückgezogen.

Taten bereut

Mit dem Strafmaß sollen alle Parteien leben können, auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Angeklagten haben im Verfahren ein umfassendes Geständnis abgelegt und ihre Taten bereut. Aufgrund des Geständnisses und der Wiedergutmachung des kompletten Schadens konnte es bei den Bewährungsstrafen bleiben.

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