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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Funkturm wird gesprengt – 200 Anwohner weichen

05.09.2018

Oldenburg 43 Meter ist er hoch, noch. Wenn alles gut geht, ist’s am vierten September-Wochenende nur noch ein halber Meter Geröll (zumindest in der Höhe, dazu viele Meter in der Weite), der auf den rot-weißen Funkturm am Fliegerhorst schließen lässt. Das gute Stück – längst von einem modernen Turm neben dem alten Heizkraftwerk abgelöst, der mit entsprechenden Antennen für langfristig gebundene Mobilfunkanbieter ausgestattet ist – ist den Planern im Areal des ersten Bauabschnitts auf dem Fliegerhorst tatsächlich ein Dorn im Auge.

Turm fällt

Folglich wird er gewaltsam gezogen, ja vielmehr gesprengt: Am Samstag, 22. September, soll das Bauwerk zwischen 14 und 15 Uhr fallen. „Aus Sicherheitsgründen muss die Umgebung in einem Radius von 300 Metern geräumt werden. Davon betroffen sind etwa 50 Haushalte“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. „Das bedeutet, dass etwa 200 Anwohnerinnen und Anwohner in den Straßen Mittelweg, Brookweg und Hugo-Eckener-Straße, die innerhalb des Gefahrenbereiches liegen, ihre Wohnungen vorübergehend verlassen müssen.“ Der Kleine Bürgerbusch werde dazu bereits ab 10 Uhr gesperrt, die Betroffenen zeitnah schriftlich informiert.

Infos und Hilfe

Für Bürger, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung den Bereich nicht selbstständig verlassen können, wird ein Transportdienst angeboten.

Der Bedarf kann montags bis freitags über das Service-Center der Stadt unter Telefon   235-4444 beziehungsweise am Tag der Sprengung über ein eigens geschaltetes Bürgertelefon unter Telefon  235-4500 angemeldet werden.

Wer bereits von dem Einsatz weiß, sind die Mitglieder des Ortsverbands vom Technischen Hilfswerk Oldenburg. „Wir unterstützen an diesem Tag mit Absperrungen, Transporten oder auch Material“, so dessen Ortsbeauftragter Axel Brandt auf NWZ-Nachfrage. Rund 50 ehrenamtliche Kollegen werden also gemeinsam mit der Polizei quasi die Federführung während der Evakuierung haben – darauf Acht geben, dass sich niemand mehr im Einzugsbereich aufhält oder den Gefahrenbereich rund um das betroffene Gelände betritt, per Lautsprecherdurchsagen über die Räumung informieren und das „Lagezentrum“ nahe dem Bürgerbusch leiten. Ein Heimspiel, sozusagen. Das letzte liegt rund ein Jahr zurück. Damals räumten die hiesigen THW-Kräfte nach einem Sturm Bäume von der Straße.

So eine Sprengung wie die anstehende ist zwar ein besonderer Einsatz – von der kriegen die meisten Ehrenamtlichen aber aufgrund der lokalen Verteilung an Aus- und Eingängen wohl nicht allzu viel mit. Erst kürzlich wurden bei einer Ortsbegehung alle Eventualitäten und Zuwegungen eruiert, die Planung für den 22. September entsprechend angepasst und mit Stadt wie Polizei abgestimmt. Im Übrigen auch mit dem THW in Baden-Württemberg. Denn die Kollegen des Ausbildungszentrums Neuhausen auf den Fildern werden sich dann um den explosiven Teil kümmern – Teilnehmer eines Lehrgangs und künftige Sprengmeister erhalten hier und unter Anleitung von Experten die Chance zur „Fällung“. Geht der Plan auf, können Anlieger ab 15 Uhr wieder zurück in ihre Häuser.

Flohmarkt entfällt

In der Zwischenzeit und ab 11 Uhr steht ihnen als Ausweichquartier die Sporthalle der Grundschule Dietrichsfeld (Liegnitzer Straße 37) zur Verfügung. „Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt die Versorgung der Betroffenen mit Getränken sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte“, so Stadt-Sprecher Stephan Onnen. Der für diesen Tag geplante Flohmarkt im Kindergarten St. Christophorus (Brookweg 30) wird auf Sonntag, 23. September, verlegt.

Gut zu wissen: Ein dreimaliges Hornsignal vor Ort wird dann das Ende der Sprengarbeiten und damit Entwarnung verkünden.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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