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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Rettende Infos stehen zwischen Wurst und Käse

06.12.2018

Oldenburg Im Notfall muss es extrem schnell gehen. Wenn der Rettungsdienst jemanden zu Hause behandelt, ist er daher darauf angewiesen, in kurzer Zeit möglichst viel Nützliches über den Patienten zu erfahren. Dabei helfen soll in Oldenburg ab sofort die Notfalldose.

Was hat es mit der Notfalldose auf sich?

Die Notfalldose ist ein Idee aus Großbritannien, die inzwischen auch in rund 80 deutschen Städten übernommen wurde. „Ich habe sie im Urlaub auf Rügen kennengelernt“, berichtet Peter List. Als Leiter des Arbeitskreises Senioren im Präventionsrat hat er die Idee in die Stadt gebracht.

In der grün-weißen Plastikdose befinden sich zwei Hinweisaufkleber sowie ein Notfall-Infoblatt. Hier sollen die Besitzer alle für den Rettungsdienst wichtigen Daten eintragen. Neben dem Namen, dem Hausarzt und der Muttersprache gehören dazu medizinische Infos aber auch weitere Hilfestellungen. „Manche haben ja ein Haustier, um das sich jemand kümmern muss, wenn der Patient ins Krankenhaus kommt. Oder es gibt ein Kind, das eigentlich aus der Kita abgeholt werden muss“, sagt List.

Wo soll die Dose aufbewahrt werden?

In der Kühlschranktür. Was komisch klingt, hat einen einfachen Grund, wie List erklärt. „In jedem Haushalt gibt es einen Kühlschrank.“ Dieser sei für die Helfer leicht aufzufinden – und damit auch die Dose. Zudem hat man so die Möglichkeit, auch Notfallmedikamente, zum Beispiel für Diabetiker, problemlos in der Dose zu lagern.

Wie erfahren die Helfer von der Notfalldose?

Dafür sind die beiden Aufkleber in der Dose gedacht. Sie sollen auf der Innenseite der Eingangstür und an der Außenseite der Kühlschranktür, jeweils in Augenhöhe, platziert werden. Das ist für die Helfer das Zeichen, dass wichtige Informationen im Kühlschrank zu finden sind. List hatte zudem bereits Kontakt zur Berufsfeuerwehr, die die Infos über die Notfalldose an alle Rettungsdienste weitergeleitet hat.

Ersetzt die Notfalldose die Notfallmappe?

Nein, auch die rote Notfallmappe des Versorgungsnetzes Gesundheit hat weiterhin ihre Berechtigung. In ihr werden noch viel weiter reichende Informationen über den jeweiligen Patienten gesammelt. Dose und Mappe sollen einander daher ergänzen.

Wie wird die Notfalldose finanziert?

Der Förderverein des Präventionsrates hat den Kauf von 500 Dosen vorfinanziert. Sie gehen nun nahezu zum Selbstkostenpreis in den freien Verkauf und sind für zwei Euro pro Stück erhältlich. Mit den Einnahmen wird dann der Nachkauf bezahlt. „Es bleiben ein paar Cent übrig, um den Preis rund zu machen. Die gehen als Spende an den Präventionsrat“, sagt Eckhard Wache, Vorsitzender des Präventionsrats.

Wo kann man die Notfalldose kaufen?

Die Dosen gibt es ab sofort an der Info des Bürgerbüros am Pferdemarkt zu kaufen. Ralph Wilken, Leiter des Ordnungsamtes, hofft aber auf weitere Unterstützer, die die Dosen vertreiben wollen.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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