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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Vater des vermissten Oldenburgers Rezan Cakici verurteilt

15.09.2018

Oldenburg Wegen illegalen Waffenbesitzes ist Necat C. (61), Vater des seit Juli 2017 vermissten Rezan Cakici, zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldauflage von 2500 Euro verurteilt worden. Necat C. hat das Urteil, das im Strafbefehlswege ergangen war, akzeptiert – es ist somit rechtskräftig geworden. Zunächst hatte der 61-Jährige wie berichtet noch Einspruch gegen den Strafbefehl (die schriftliche Form eines Verfahrens) eingelegt. Deswegen hätte es vor dem Amtsgericht zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommen müssen.

Doch Necat C. hat seinen Einspruch wieder zurückgezogen. Damit bleibt dem Amtsgericht ein Verfahren erspart, das wohl für Aufsehen gesorgt hätte. Vor allem die Absicherung des Verfahrens hätte im Vordergrund gestanden. Die Tat, die dem 61-Jährigen angelastet wurde, hat mit den tödlichen Schüssen an der Nadorster Straße am 27. Juli vorigen Jahres zu tun. Um nach seinem Sohn zu suchen, hatte der 61-Jährige damals zusammen mit einem Verwandten die Räumlichkeiten einer Trockenbaufirma an der Nadorster Straße aufgesucht.

Lesen Sie hier mehr zum Oldenburger Vermisstenfall Rezan Cakici:

Zwölf Monate voller Fragen – ein Totschlag ohne Leiche?

Dort sollte es zu einem Gespräch mit einem 38-jährigen Mann kommen, der angeblich mehr über das Verschwinden von Rezan Cakici wissen sollte. Es kam dann zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf der 38-Jährige den Verwandten von Necat C. erschoss und den 61-Jährigen selbst schwer verletzt hatte. In dem Prozess um die tödlichen Schüsse war der Schütze dann freigesprochen worden. Er hatte in Notwehr gehandelt. Weil er aber keine Berechtigung für das Tragen einer Waffe hatte, wurde der 38-Jährige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt.

Während des Gespräches in der Firma war auch Necat C. bewaffnet. Auch er hatte keine Erlaubnis für das Tragen einer scharfen Waffe. Deswegen ist nun auch er verurteilt worden. Der 61-Jährige hatte die Tat auch nicht bestritten. Ihm ging es zunächst nur um die Höhe der Strafe. Doch das ist mit der Rechtskraft des Urteils nun alles vom Tisch.

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