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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Wettstreit der jungen Retter

17.06.2019

Oldenburg Der Swarte-Moor-See lag an diesem Wochenende in Indien. Wie das? Ganz einfach: So las sich ein Szenario beim Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes. Den gewann die Gruppe aus Apen (Ammerland). Für sie geht es nun im Herbst zum Bundeswettbewerb.

Zwölf Mannschaften sind am Wochenende gegeneinander angetreten: Aus den Kreisverbänden Ammerland und Jeverland, Oldenburg Stadt und Land und der Wesermarsch. Auch eine Gruppe aus Hamburg-Altena/Mitte war dabei. Ebenso die Sanitätsdienste des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht und der Kooperativen Gesamtschule in Rastede (KGS). Auch wenn die einzelnen Wettkämpfe am Swarte-Moor-See in Ofenerdiek stattfanden, so hatten sich die Organisatoren noch etwas einfallen lassen, was die Örtlichkeiten interessant machte.

Kricketspiel und Verletze

Kreisbereitschaftsleiter Andreas Folkerts vom JRK Jeverland hatte seinen Erste Hilfe „Stützpunkt“ in Neu-Delhi (Indien) aufgebaut. Er begrüßte dann auch seine Gruppen auf Hindi mit „Namaste“. Folgender Szenerie mussten sich die Teilnehmer stellen: In Neu-Delhi hatte ein großes Kricketspiel stattgefunden, an dessen Rande sich eine Schlägerei mit Kricketstöcken abgespielt und eine Person am Kopf verletzt wurde. Außerdem hatte eine weitere Person einen Hitzeschlag erlitten und die dritte sich an der Schulter verletzt.

Die Gewinner

Stufe I: 6 bis 12 Jahre

1. Apen (Kreisverband Ammerland)

2. Wiefelstede/Nethen (Kreisverband Ammerland)

3. OL-Stadt (Kreisverband Oldenburg-Stadt)

Die Gruppe aus Apen fährt also zum Bundeswettbewerb nach Sachsen-Anhalt.

Stufe II: 13 bis 16 Jahre

1.Sanitätsdienst des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht (Kreisverband Ammerland)

2. OL-Stadt (Kreisverband Oldenburg-Stadt)

3. Wiefelstede/Nethen (Kreisverband Ammerland)

Andreas Folkerts, Anne-Dominique Leroy und Sonja Rüdebusch von der Notfalldarstellung aus dem Jeverland hatten die Wunden sehr realistisch geschminkt. Die Jugendlichen in der Stufe 1 (sechs bis zwölf Jahre) waren mit großer Ernsthaftigkeit dabei. Sie stellten sich den Patienten namentlich vor, zeigten Verständnis für ihre Schmerzen und trösteten, wo es notwendig war.

„Wir bestimmen nicht über den Patienten. Wenn er bei 35 Grad im Schatten meint, dass ihm friert, bekommt er eine Decke“, lobt Folkers eine Teilnehmerin, die das bedacht hatte. Ohne sterile Einmalhandschule läuft gar nichts. „Immer aus der Sonne raus in den Schatten“, gibt Folkers den Rat. Am Ende der Aktion wird gleich eine Resonanz gegeben. Und schon kommt die nächste Gruppe: Jeverland. Nach kurzer Einweisung durch Folkers geht es ans Werk. Gleiche Aufgabenstellung.

In der Rubrik „Rot-Kreuz-Wissen“ heißt es Gegenstände und ihre Funktion zu erraten. Unter anderem liegen auf dem großen Tisch am Swarte Moor: Ein Drillichanzug, ein Rettungsgurt, eine Rettungsboje und ein Bootshaken. Für die Gruppe vom Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht sind die Fragen schnell gelöst.

„Wir wollen die Kinder aus dem theoretischen Unterricht in die praktische Erfahrung bringen. Hier lernen sie die Grundsätze des Sanitätsdienstes kennen“, so Hilke Loerts. „Der soziale Faktor ist bei diesem Spiel sehr wichtig. Teamarbeit steht an erster Stelle“, so die Landesreferentin.

Leon (10) von der Gruppe Wildeshausen-Dötlingen war auf der Hinfahrt ein bisschen unsicher, was wohl alles auf ihn zukommen würde. „Das legte sich aber schnell. Mir gefiel besonders die Station „Sport-Spiel-Freizeit“, so Leon. Dort mussten unter anderem Bobby-Cars von mehreren Personen in eine Richtung gezogen werden.

Hendrik (11) und Damian (12) aus Wildeshausen hatten viel Spaß bei der Aufgabe, einen Verletzten, der aus dem Rollstuhl gefallen war, wieder auf die Beine zu helfen. Dies war eine Überraschungsstation, von der die Teilnehmer vorher nichts wussten. Geschickt versuchten die Helferinnen und Helfer herauszufinden, welche Verletzungen der Patient haben könnte. Auf jeden Fall war für viele klar, dass er wohl eine Lähmung haben müsste, weil er im Rollstuhl saß. Für den „Mimen“ Florian Lipke war die Erfahrung interessant: „Mal zu spüren, wie das ist, wenn man im Rollstuhl sitzt. Wie hilflos man sich vorkommt“, so Lipke.

Musik für Gehörlose

Die sogenannten „Mimen“, die die Verletzten darstellten, haben ihre Aufgaben realistisch gespielt. Es war immer ein Weinen, Stöhnen oder andere Laute des Leids zu hören.

Spannend war das Thema bei der Station „Inklusion&Vielfalt“. Die Aufgabe war es, einer gehörlosen Person das Lied von Andreas Bourani „Ein Hoch auf uns“ verständlich zu machen. Es gab interessante Vorschläge: Die Gebärdensprache anwenden oder den Text auf einen Zettel schreiben. Ein Oldenburger hatte die Idee, den Lautsprecher so laut zu stellen, dass die Bässe den Körper durchdringen. Dafür gab es eine positive Bewertung vom Schiedsrichter.

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