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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Medizinische Task Force Aus Der Region: Oldenburger üben in Diepholz den Ernstfall

14.05.2019

Oldenburg Ein schweres Unwetter unterbricht ein großes Musikfestival mit tausenden Besuchern und sorgt für zahlreiche Verletzte, umgestürzte Bäume, Überschwemmungen und Stromausfall: Dies war zum Glück nur das Szenario einer Übung der „Medizinischen Task Force 06“, die die Zivil- und Katastrophenschutzeinheit der Polizeidirektion Oldenburg am Samstag in der Gemeinde Hemsloh im Landkreis Diepholz durchführte.

Die „Medizinische Task Force“ ist ein 2009 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ins Leben gerufener und bundesweit im Aufbau befindlicher sanitätsdienstlicher Einsatzverband. Er ist für überörtliche Hilfeleistungen etwa bei Großschadenslagen mit einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ konzipiert.

21 Einsatzfahrzeuge vor Ort

Am Samstag übten 110 ehrenamtliche Einsatzkräfte vom Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe, des Malteser Hilfsdiensts sowie der Feuerwehren aus zehn Katastrophenschutzbehörden im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg. Der Ernstfall wurde auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsgeländes der Bundeswehr in Hemsloh geprobt. 21 Einsatzfahrzeuge waren vor Ort.

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Angenommen wurde ein durch ein Unwetter ausgelöster Katastrophenfall beim fiktiven Musikfestival „Rocken in Diepholz“ mit mehreren tausend Besuchern. Dabei ging es um die schnelle Zusammenführung der Einheiten, den Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes, den weiträumigen Patiententransport sowie die Versorgung von „Verletzten“, für die 25 Statisten an der Übung teilnahmen.

„Wertvolle Erkenntnisse gesammelt“

Patrick Bloem, Abteilungsführer der Medizinischen Task Force 06, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der ersten gemeinsamen Einsatzübung, die unter anderem von Vertretern des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verfolgt wurde. „Es hat sich gezeigt, wie wertvoll regelmäßige Übungseinsätze sind“, sagte Bloem und ergänzte: „Wir haben im Bereich der Einsatztaktik und der Kommunikation wertvolle Erkenntnisse gesammelt, die wir jetzt aufarbeiten müssen. Ziel ist es, die Einsatzkräfte bestmöglich für einen Einsatz vorzubereiten.“

In Niedersachsen gibt es sechs „Medizinische Task Forces“, deren Spezialfähigkeit die Dekontamination von Verletzten ist, und die organisatorisch bei den Ämtern für Brand- und Katastrophenschutz der sechs Polizeidirektionen angesiedelt sind. Die „Medizinische Task Force 06“ Oldenburg wird von Björn Steinfeld und Patrick Bloem vom Landesverband Oldenburg des Deutschen Roten Kreuzes und ihren Vertretern Marcel Felgentreu vom Kreisverband Oldenburg-Stadt und Torsten Boedeker vom Kreisverband Ammerland geführt.

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