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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Oldenburger Verein Konfliktschlichtung: So können Opfer und Täter den Ausgleich schaffen

07.08.2020

Oldenburg Rückblick: Eine Tankstellen-Mitarbeiterin wird auf der Arbeit überfallen, mit einem Messer bedroht und ausgeraubt – ein traumatisches Erlebnis für die Frau, die nach dem Vorfall nicht mehr arbeitsfähig war. Nach Eröffnung des Strafverfahrens gegen den Täter in diesem Beispielfall kommt es auch zu einem Täter-Opfer-Ausgleich, unter Beteiligung des Oldenburger Vereins „Konfliktschlichtung“.

Viele Gespräche

Im vergangenen Jahr gab es Gespräche mit 724 Konfliktbeteiligten, wie der Verein in seiner Jahresbilanz 2019 mitteilte. Von den direkten Konfliktbeteiligten waren 284 Beschuldigte und 341 geschädigte Personen.

Weitere Infos

Der Verein hat seinen Sitz an der Kaiserstraße 7 in Oldenburg.

Die Bürozeiten sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr.

Ein Kontakt ist möglich über Telefon  04 41/27 29 3 oder über die E-Mail-Adresse info@konfliktschlichtung.de.

Mehr Infos im Internet unter www.konfliktschlichtung.de

In insgesamt 64 Prozent der Fälle sei es zu einer konstruktiven Begegnung zwischen den Beteiligten gekommen. In 34 Prozent habe man die Beteiligten nicht erreichen können oder mindestens eine der involvierten Personen habe das Angebot nicht angenommen.

Was genau in den Gesprächen passiert, wird am bereits geschilderten Fallbeispiel klar: Denn in dem gemeinsamen Gespräch mit einem Mediator kommt es zu einer persönlichen Aussprache. Wie der Verein in seiner Pressemitteilung schildert, werde dabei der Täter mit seiner Tat konfrontiert, damit dieser das gesamte Ausmaß seiner Tat realisiert, Verantwortung übernehmen und sich angemessen entschuldigen kann.

Täter beantwortet Fragen

Andersherum beantworte der Täter auch die Fragen des Opfers, das sich nach dem Gespräch häufig besser verstanden fühle und so seine persönliche Stabilität wieder herstellen könne. Auch, indem die teils traumatischen Erfahrungen der Person mitgeteilt werden können, die diese verursacht habe.

So ist der Ausgleich ein Angebot sowohl an Beschuldigte und Geschädigte, die erlebte Straftat und ihre Folgen mit Hilfe eines neutralen Vermittlers eigenverantwortlich zu bearbeiten. „Es geht um Befriedung der verletzten Gefühle, Bedürfnisse und Interessen, und um Verantwortungsübernahme für sich selbst“, beschreibt Veronika Hillenstedt, Geschäftsführerin des Vereins.

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