• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Intensivtäter kommt mit Bewährung davon

10.10.2017

Oldenburg Wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Beleidigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ist ein Intensivtäter aus Oldenburg zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Ein entsprechendes Urteil des Oldenburger Amtsgerichts hat das Oldenburger Landgericht am Montag bestätigt. Die Staatsanwaltschaft dagegen hatte die Inhaftierung des 34-Jährigen gefordert. Ihre Berufung gegen das Amtsgerichts-Urteil wurde gestern aber verworfen. Der Angeklagte ist mehrfach vorbestraft, auch einschlägig. Einen Führerschein hat er noch nie besessen. Dann fand er Arbeit bei einer Gerüstbaufirma. Am ersten Arbeitstag war ihm gesagt worden, er solle einen Transporter 100 Meter weiter wegfahren. Dass er keine Fahrerlaubnis hatte, mochte er am ersten Arbeitstag noch nicht offenbaren. Er fuhr und wurde prompt geschnappt. Im Blut des 34-Jährigen konnten dann auch noch Rückstände von Drogen festgestellt werden.

Freundin verdächtigt

Besser sollte es am Valentinstag 2017 laufen. Der Angeklagte hatte Rosen für seine Freundin gekauft. Um eine lauschige Atmosphäre aufkommen zu lassen, hatte er auf dem Rechner seiner Freundin Musiktitel gesucht. Dabei fand er Nacktfotos von seiner Freundin. Der Verdacht des Fremdgehens kam auf. Deswegen hatte der Angeklagte seine Freundin aufs Übelste sexistisch beleidigt, sie getreten und gewürgt. Zur Tatzeit stand er unter Bewährung wegen einer früheren Körperverletzung. Der Staatsanwaltschaft reichte das alles.

Sie wollte, dass der Angeklagte, der schon einmal im Gefängnis gesessen hat, erneut inhaftiert wird. Unverhältnismäßig war die Forderung auch nicht. Doch es hat sich etwas Positives getan.

Trennung überstanden

Der Angeklagte hat einen anderen Arbeitsplatz gefunden, lebt abstinent, hat die Trennungsphase von seiner Freundin hinter sich und bereitet sich auf die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung vor, um einen Führerschein machen zu können.

Auch, dass die neuen Taten in Konfliktsituationen begangen worden waren, ließ das Geschehen insgesamt in einem etwas milderen Licht erscheinen.

Deswegen bekam der Angeklagte am Montag noch einmal die Chance der Bewährung.