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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Fünfeinhalb Jahre Haft nach Macheten-Attacke

15.12.2017

Oldenburg Im Prozess gegen den 28-jährigen Oldenburger, der gegen vermeintliche Nebenbuhler brutal vorgegangen war und sie schwer verletzt hatte, ist der Angeklagte zur Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. Die 2. Große Strafkammer des Oldenburger Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Dr. Ralf Busch sprach den Angeklagten am Donnerstag der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen, der versuchten Nötigung und Bedrohung schuldig.

Den Feststellungen zufolge hatte der Angeklagte einen Mann, den er zufällig in der Wohnung seiner Ex-Freundin antraf, mit Pfefferspray besprüht, ihm 20 Mal mit einem Schlagstock auf den Kopf gehauen und mit einem Hammer auf dessen Füße geschlagen. Außerdem hatte er versucht, dem Opfer die Finger abzuschneiden. Ein Nachbar, der zur Hilfe eilte, hatte das aber noch verhindern können. Der Nachbar war anschließend vom Angeklagten bedroht worden. Er werde ihn abstechen, sollte er die Polizei informieren.

Einem zweiten Nebenbuhler war es Wochen später nicht besser ergangen. Zwischen den Männern war es zum Gerangel gekommen. Dann hatte der Angeklagte diesem zweimal eine Machete auf den Kopf geschlagen, was zu schwersten Verletzungen führte. Hierfür hatte der Angeklagte eine Notwehrlage für sich geltend gemacht. Angriffe von hinten sind mit Notwehr aber stets schwer zu erklären.

Zudem, so Richter Dr. Busch, sei der Angriff des Opfers längst beendet gewesen. Aufgrund einer Persönlichkeitsstörung ist dem drogenabhängigen Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt worden.

Dass das Urteil deutlich ausfiel, ist der besonderen Brutalität geschuldet, mit der der Angeklagte vorgegangen war. Der 28-Jährige muss nun ins Gefängnis. Eine Unterbringung in einer geschlossenen Entziehungsanstalt kam aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nicht infrage.

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