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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Prozess: Geldstrafe nach Kniestößen

12.09.2020

Oldenburg Der Vorwurf klang heftig. Ein syrischer Flüchtling soll seiner schwangeren Freundin mehrere Kniestöße in den Unterleib versetzt haben, um das ungeborene Kind zu töten.

Doch weil er letztlich freiwillig von seiner Freundin wieder abließ, wurde er nicht wegen eines versuchten Schwangerschaftsabbruchs verurteilt, sondern lediglich wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 600 Euro. Damit hob das Oldenburger Landgericht am Freitag ein Urteil des Amtsgerichtes und einer anderen Kammer des Landgerichtes wieder auf.

In Revision gegangen

Die beiden Vorinstanzen hatten den 25-Jährigen noch wegen versuchten Schwangerschaftsabbruchs zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen diese Entscheidung war die Verteidigung in Revision gegangen.

Das Oberlandesgericht Oldenburg hatte das Urteil dann aufgehoben und das Verfahren zwecks Neuverhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Es müsse noch einmal geprüft werden, ob der Angeklagte nicht letztlich freiwillig von der Tat (versuchter Schwangerschaftsabbruch) strafbefreiend zurückgetreten sei, so das Oberlandesgericht.

Die Kammer, die jetzt den Fall verhandelt, kam schlussendlich auch zu dieser Erkenntnis. Der Angeklagte hätte seiner Freundin weitere Kniestöße in den Unterleib versetzen können, hatte das aber nicht getan. Deswegen konnte er nur wegen einer Körperverletzung belangt werden.

Anstehender Prozess

Hintergrund des Falles: Das Pärchen war in Streit geraten und die Frau hatte dann Trennungsabsichten geäußert. Sofort stand die Frage im Raum, bei wem das Kind denn wohl bleiben würde, nachdem es geboren worden sei.

Das Kind bleibe natürlich bei der Mutter, hatte die Freundin des 25-Jährigen gesagt. Das allerdings sah der Angeklagte völlig anders. „Wenn ich das Kind nicht kriege, kriegst du es auch nicht“, hatte der Angeklagte gerufen, um dann seiner Freundin mehrere Kniestöße in den Unterleib zu versetzen.

Zurzeit sitzt der syrische Flüchtling in einer anderen Sache in Haft. In einem anderen Verfahren wird ihm ein versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Prozess gegen ihn ist allerdings bisher noch nicht angelaufen.

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