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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

38-Jähriger soll Frau erwürgt haben

13.07.2019

Oldenburg Wegen Totschlags muss sich seit Freitag ein 38 Jahre alter Mann aus Oldenburg vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 10. Januar dieses Jahres seine Lebensgefährtin erwürgt zu haben.

Zunächst habe das Paar gemeinsam Alkohol getrunken. Dann sei es zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Angeklagte die Frau zunächst geschlagen, dann gewürgt habe, wie es heißt. Dass die Lebensgefährtin sterben könne, sei dem 38-Jährigen gleichgültig gewesen, so die Anklage.

So klar die Anklage die Lage am Freitag skizzierte, wies der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann doch auf „Besonderheiten des Falles“ hin. Die Obduktion hatte zunächst ergeben, dass die Frau durch die Gewaltanwendung am Tattag gestorben war. Sie war nach der Halsattacke erstickt. Weitere Untersuchungen ergaben aber, dass die Gewaltanwendung vom Tattag nicht unbedingt die entscheidende Gewalt gewesen sein muss. Und das lenkte den Blick auf eine Vortat, die mit einer zweiten Anklageschrift in den Prozess eingeführt wurde. Am 17. Dezember vorigen Jahres soll der Angeklagte die Frau so stark gewürgt haben, dass es zu Brüchen des Kehlkopfes und des Zungenbeins gekommen war. Diese brutale Attacke hatte die Frau überlebt, doch waren die schweren Verletzungen im Januar immer noch vorhanden. Durch das mutmaßlich erneute Würgen am Tattag könnten alte Wunden aufgeplatzt, die Frau daran erstickt sein.

Die genaue Todesursache muss nun geklärt werden. Möglicherweise muss aber die Anklage von Totschlag auf Körperverletzung mit Todesfolge abgeschwächt werden. Der Angeklagte indes bestreitet die Vorwürfe. „Ich bestreite, die Frau getötet zu haben“, ließ er über seinen Anwalt erklären. Nach der Version des Angeklagten soll die Frau am Tattag unglücklich gestürzt sein. Er habe noch die Rettung verständigt, doch wenig später sei die Frau gestorben. Der Angeklagte sitzt in Haft. Das Verfahren gegen ihn ist auf fünf Verhandlungstage terminiert.

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