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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Freispruch für junge Polizisten wird rechtskräftig

26.06.2019

Oldenburg /Rastede Unglück, Klage, Ablehnung. Neuprüfung, Klage, Verhandlung. Freispruch! Und Ende? Von wegen. Der Gesamtprozess um die vorgeworfene „Fahrlässige Tötung“ eines 23-jährigen Iraners durch zwei Oldenburger Polizisten nahm bislang mehr als eineinhalb Jahre von Trauer, Wut, Ermittlungen, Befragungen, Bangen und Harren in Anspruch. Als Ende April schließlich das Urteil zugunsten der beiden 24 und 25 Jahre alten Oldenburger Polizisten gesprochen wurde, wähnten sich diese endgültig rehabilitiert.

Darum ging es im Prozess - die minutiöse Aufarbeitung der Geschehnisse

Dies allerdings nur kurz. Wieder einmal. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft den richterlichen Freispruch nun akzeptiert, Hans-Henning Adler aber (Anwalt der Nebenkläger – die Familie des bei einem Verkehrsunfall auf der Oldenburger Straße Getöteten) legte mit Prozessende noch fristgerecht das Rechtsmittel der Revision ein. Sprich: Der Freispruch war damit nicht rechtskräftig.

Keine weitere Hängepartie

Jetzt aber, rund 600 Tage nach dem Unfall bei Wahnbek, scheint das Geschehene wirklich abgeschlossen werden zu können. Zumindest juristisch. Denn Adler hat seine Revision zurück genommen.

Lesen Sie hier einen Kommentar zum Freispruch

„Wir führen das Revisionsverfahren nicht weiter“, sagte Hans-Henning Adler am Dienstagvormittag auf NWZ-Anfrage, ohne dabei weiter ins Detail zu gehen. Nur so viel: „Wir haben nach der Zustellung des Urteils mehrere Gespräche geführt – und im Ergebnis ist dann diese Entscheidung gefallen.“ Bedeutet: Die beiden betroffenen Polizisten dürfen sich ab sofort und komplett auf ihren Dienstalltag konzentrieren, müssen keine weitere Hängepartie mehr befürchten.

Keine Pflichtverletzung

In der Nacht zum 19. November 2017 war der 23-jährige Oldenburger mittig auf der Fahrbahn laufend von einem Auto erfasst worden. Er erlag seinen Verletzungen. Eigentlich ein tragischer Verkehrsunfall, hätte es da nicht diese Vorgeschichte gegeben: Das alkoholisierte, aber offenbar nicht hilflose Unfallopfer war wenige Stunden zuvor von den beiden Polizisten auf einem Parkplatz am Stubbenweg abgesetzt worden, nachdem er sich am Abend ungebührlich in einer Diskothek und schließlich auch auf wie vor der City-Wache verhalten hatte.

Hätten die Beamten den Tod verhindern und vorausahnen können, dass der 23-Jährige von dort aus nicht wie ihm geheißen heimwärts läuft, sondern in die Gegenrichtung und das mitten auf der dunklen Straße? Nein, befand das Gericht. Im Übrigen hätten sie ihn auch nicht auf direktem Wege nach Hause bringen müssen. „Es liegt keine Pflichtwidrigkeit vor“, sagte der Vorsitzende Richter Horst Kießler bei der Verkündung des Urteils. Damit wird dieses nun rechtskräftig.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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