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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Wie man Neujahr noch ein Taxi bekommt

29.12.2017

Oldenburg Die letzte Rakete ist in die Luft gegangen und der Sekt ist leer: Zeit, die Silvesterparty zu verlassen. Doch auf welchem Wege kommt man in dieser Nacht am sichersten und besten nach Hause? Ist ein Taxi überhaupt zu bekommen? Und wie fahren die Busse?

Schon mehrere Tage vor Silvester sei das Taxiunternehmen „Taxi 66“ ab 1 Uhr nachts komplett ausgebucht, berichtet Inhaber Jens Meyer. Fahrgäste können allerdings immer mal wieder Glück haben, dass sie an der Straße ein Taxi des Unternehmens heranwinken können oder am Telefon durchkommen. „Erfahrungsgemäß ist es aber so, dass ab 1 Uhr das Telefon Sturm klingelt“, so Meyer. „Das ist eine absolute Ausnahmesituation.“

Bis zu 3500 Anrufe bei einem Unternehmen

Beim Taxiunternehmen „Die Schwarzen“ laufe in der Silvesternacht auch vieles über Vorbestellungen, erklärt Inhaber Holger Hirschberg. Meist gehe es gegen 18 Uhr los mit den vorbestellten Fahrten. Zwischen 0 und 0.30 Uhr haben die Fahrer allerdings Pause. Ab etwa 2.30 Uhr können die Fahrgäste auch am Telefon wieder Glück haben. Dann seien die meisten Vorbestellungen erledigt, so Hirschberg. „Wir haben etwa 3500 Anrufe in der Nacht.“ Zwischen fünf oder sechs Uhr morgens soll es dann erfahrungsgemäß ruhiger werden.

Bei sieben Wagen komme das Unternehmen auf 150 Fahrten. Ob die Taxifahrer zentrale Orte wie den Lappan oder den Waffenplatz in der Nacht anfahren werden, müssen sie selbst entscheiden. Wenn zu viel los ist, sehen sie davon ab. Oft werde mit den Partygängern ein Treffpunkt am Theaterwall abgemacht, damit sie in Ruhe einsteigen können.

Friedliche Fahrgäste

Trotz des stressigen Abends seien die Fahrgäste vorwiegend friedlich. „Die Leute, die ein Taxi ergattern, sind die glücklichsten Leute der Welt“, sagt Hirschberg. Deshalb gebe es auch keine Probleme. Da stimmt Remmer Witte, Prokurist des Taxiunternehmens „Acht-Elf-Elf“, zu. „Die Nacht ist nicht dafür bekannt, dass es extreme Schwierigkeiten gibt“, sagt er. „Insgesamt hat es sich in den letzten Jahren durch die VWG entspannt.“ Vor zehn Jahren sei es in der Silvesternacht noch schwieriger gewesen.

Laut Witte solle man nicht darauf hoffen, dass an den Taxiständen am Waffenplatz oder am Bahnhof direkt ein Fahrzeug parat stehe. An den größeren Straßen, wie Cloppenburger- oder Nadorsterstraße, können die Partygänger schon eher Glück haben, ein Taxi des Unternehmens heranzuwinken. „Wir sind mit allen Autos im Einsatz, die wir haben.“ Vorbestellungen nehme das Unternehmen allerdings nur bis ein Uhr entgegen.

VWG unterwegs

Auch auf die Dienste der VWG könne in der Silvesternacht zurückgegriffen werden. Um 21 Uhr soll der Sonderfahrplan auf dem Nachtliniennetz beginnen, teilt das Unternehmen mit. Bis um 5.30 Uhr fahren die Nachtlinien alle 15 Minuten.

Aufgrund des Jahreswechsels fahren nur in der Zeit von 23.15 bis 0.15 Uhr keine Busse, erklärt Morell Predoehl, Prokurist der VWG. „Wenn es draußen knallt, möchte eigentlich sowieso keiner mit dem Bus fahren.“ – denn die Raketen fliegen nicht nur durch die Luft, sondern auch über die Straße. Somit haben die Fahrer in der Zeit eine kleine Pause, um selbst das neue Jahr zu begrüßen. Insgesamt seien 24 Fahrzeuge mit knapp über 30 Fahrern im Einsatz.

In den vergangenen Jahren seien die Busse gut genutzt worden, berichtet Predoehl. Mehrere Tausend Fahrgäste sollen das Angebot in der Silvesternacht genutzt haben. Und auch im Bus verhalten sich die Partygänger überwiegend ruhig, sagt der VWG-Prokurist. Die Nacht laufe oft friedlich ab und es habe nur wenig Einzelfälle in den vergangenen zehn Jahren gegeben, bei denen Fahrgäste auffällig wurden.

Das Frauenmobil ist unterwegs

Auch in der Silvesternacht bringe das Frauenmobil Frauen und Mädchen ohne Umwege sicher nach Hause, teilt die Stadt mit. Die aktuellen Frauenmobilgutscheine, die an allen Vorverkaufsstellen erhältlich sind, können noch bis einschließlich 1. Januar eingelöst werden.

Frauen und Mädchen mit ihrem ersten Wohnsitz in Oldenburg können im Vorfeld einen Gutschein im Wert von 3,50 Euro zu einem Preis von einem Euro erwerben. Maximal zehn Gutscheine können in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Flötenteich, Ofenerdiek und Kreyenbrück sowie in den Bürgerbüros Nord und Mitte gekauft werden.

Diese können von den Frauen dann bei elf beteiligten Taxiunternehmen für eine Fahrt innerhalb der Fahrzeiten des Frauenmobils einlösen.

Anna-Lena Sachs
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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