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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Sattelzug erfasst Radfahrerin (30) beim Abbiegen

21.02.2019

Oldenburg Kleine rote Glasscherben liegen auf dem Boden, ein hässlicher Kratzer zieht sich über die roten Pflastersteine. Mehrere Meter weit in die Straße „Am Technologiepark“ hinein sind Spuren des schweren Unfalls zu sehen: Viele Reaktionen wenige Stunden nach dem Unfall an der Einmündung von der Ammerländer Heerstraße, unmittelbar neben der Finca Barcelona, lauten: „Das darf nicht wahr sein: nicht schon wieder ein Unfall beim Rechtsabbiegen!“

NWZ-Kommentar: Jetzt muss gehandelt werden!

Zu wach sind noch die Erinnerungen an den tödlichen Unfall einer 17 Jahre alten Radfahrerin vor einem Monat an der Ecke Bremer Straße/Schützenhofstraße. Und schon wieder trifft es eine Radfahrerin, 30 Jahre alt, die am Mittwochmorgen um kurz nach sieben Uhr auf der Ammerländer Heerstraße stadtauswärts unterwegs war.

Einem sogenannten Unterfahrschutz ist es möglicherweise zu verdanken, dass nicht noch Schlimmeres geschah. Die Eisenstäbe am Unterboden des polnischen Sattelschleppers mit Anhänger verhindern, dass Gegenstände oder Menschen unter die Räder kommen.

„Ein typischer Abbiegeunfall“, erklärt ein Polizeisprecher. Der Laster-Fahrer habe bestätigt, die Frau übersehen zu haben. Ob sich die Radfahrerin tatsächlich im „toten Winkel“ befand, konnte die Polizei nach ersten Ermittlungen nicht sagen. Aber der Lasterfahrer muss die Frau vorm Abbiegen überholt haben.

Das zerstörte Fahrrad. Bild: Polizei

Die Frau erlitt schwere Beinverletzungen, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilt die Polizei mit. Sie wurde in eine Klinik gebracht. Die Ammerländer Heerstraße musste nicht gesperrt werden. Den Fahrer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.

Durch Unfälle mit abbiegenden Lastwagen sind in den vergangenen Monaten immer wieder Menschen verletzt worden oder ums Leben gekommen. Am 22. Januar war eine 17-Jährige durch einen Unfall an der Bremer Straße in Oldenburg gestorben.

Fachleute der Stadtverwaltung wollen an diesem Donnerstag die Unfallstelle in Augenschein nehmen. „Wir werden uns die Kreuzung am Morgen bei Dunkelheit, das heißt zum Zeitpunkt des Unfalls, anschauen“, kündigte ein Sprecher an. Ziel sei es unter anderem, die Bedingungen für den Unfall in den Blick zu nehmen.

Derweil spricht sich die CDU-Fraktion im Rat für Verkehrsspiegel an Kreuzungen mit erhöhter Unfallgefahr aus. Sogenannte „Black Spot Mirrors“ („Schwarze-Stellen-Spiegel“) sollten als vierte Kammer unterhalb des Ampellichtes angebracht werden. Damit sollen Fahrradfahrer im „toten Winkel“ besser wahrgenommen werden. Die Stadt Münster habe in den vergangenen Jahren mehr als 130 Ampeln mit solchen Spiegeln ausgestattet, begründet der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Manfred Drieling, die Initiative.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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