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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Ex-Freundin vergewaltigt

16.01.2019

Oldenburg Wegen Vergewaltigung seiner Ex-Freundin hat das Oldenburger Landgericht am Dienstag einen 29 Jahre alten Mann aus Oldenburg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Die 4. Große Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Judith Blohm war davon überzeugt, dass der Angeklagte im April vorigen Jahres seine 19-jährige Ex-Freundin unter Einsatz eines Messers zum Beischlaf gezwungen hatte. Der wegen Vergewaltigung vorbestrafte Angeklagte hatte das bestritten. Er werde häufiger von Frauen der Vergewaltigung bezichtigt und nie sei da etwas dran gewesen, meinte er. Die Kammer aber glaubte ihm kein Wort.

Die 19-Jährige hatte in nichtöffentlicher Sitzung absolut glaubhaft ausgesagt. Das Verletzungsbild passe auch zu den Schilderungen der jungen Frau, hatte ein Gerichtsmediziner ausgeführt. Dass die 19-Jährige den Angeklagten wegen vorangegangener Beleidigungen zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigen könnte, wies die Kammer energisch zurück. „Das alles ist Schwachsinn“, so Richterin Blohm zum Angeklagten. Die Beleidigungen waren passiert und zwar in massivster Form. Nachdem die Frau sich von dem Angeklagten getrennt habe, habe er sie im Internet aufs Übelste gedemütigt und erniedrigt. Das sei besonders widerlich gewesen, sagte Richterin Blohm.

In der Tatnacht hatte der alkoholkranke Angeklagte die 19-Jährige in deren Wohnung in Oldenburg aufgesucht und um ein Gespräch über die Trennung gebeten.

Dann war er den Feststellungen zufolge über die Frau hergefallen und hatte sie vergewaltigt. Zynischer geht es nicht. Nach der Vergewaltigung hatte der Angeklagte zu der 19-Jährigen gesagt: „Warum nicht gleich so, geht doch“.

Das Gericht bescheinigte dem Angeklagten eine „schwere charakterliche Abartigkeit“. Frauen seien für ihn nur Objekte, so Richterin Blohm gestern.

Aufgrund seiner Alkoholsucht musste dem Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt werden. Geprüft wurde deswegen auch die Unterbringung des Angeklagten in der geschlossenen Entziehungsanstalt. Ohne Behandlung gilt der 29-Jährige als äußerst gefährlich. Doch von der Zwangstherapie wollte der Angeklagte nichts wissen.

Ohne seine Zustimmung sind die Erfolgschancen gleich null. Deswegen geht es jetzt nur ins Gefängnis.

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