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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Warum diese Fahrradstraße in Oldenburg nicht funktioniert

03.01.2018

Oldenburg Die Verkehrssituation an der Fahrradstraße Haarenufer bleibt ein Ärgernis. Denn freie Fahrt bedeute für Radler dort keineswegs sichere Fahrt, berichtet Heinrich Book, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Oldenburg. „Regelmäßig erfahren wir, dass Radfahrer und auch Fußgänger gefährliche Situationen oder gar glimpflich verlaufende Unfälle erleben müssen. Das Problem sind nach wie vor parkende Autos.“ Und die müssten dort am besten weg.

Eigentlich sollte mit Freigabe des Kreuzungsbereiches Haarenufer – Rummelweg der letzte Schritt zur Umsetzung der Radroute West geschaffen werden. Schließlich ersetzt die neue Fahrradstraße stadteinwärts den stark befahrenen Radweg unter den Bäumen. Seither können Radfahrer von der Ofener Straße kommend und nach rechts abbiegend über die kleine Brücke am Zuggraben über eine Strecke von einem Kilometer entlang des Haarenufers bis zur Herbartstraße durchradeln. Eigentlich.

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Wenn am kommenden Montag nach den Weihnachtsferien wieder die Schule beginnt, geht es frühmorgens und mittags rund um Cäcilienschule und Herbartgymnasium zu wie im Taubenschlag. Zudem verursachen die an- und abfahrenden „Elterntaxen“ zusätzlich Stress und Unmut. Aber das ist ein anderes Problem.

Bereits im „Strategieplan Mobilität und Verkehr 2025“ – am 31. März 2014 vom Rat verabschiedet – ist der kurzfristige Umbau des Haarenufers, aber auch Hermann-Ehlers-Straße, Kanalstraße, Huntestraße (Abschnitt Stadthafen) und Steinweg (nach Verlegung Eingang Ev. Krankenhaus) als Fahrradstraße proklamiert. Der Straßenzug Haarenesch-/Katharinenstraße wurde bereits im Jahr 2013 freigeben.

„Wir halten die Fahrradstraße grundsätzlich für eine gute Lösung. Hier dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, Autofahrer müssen Rücksicht nehmen und angepasst fahren“, sagt Radlobbyist Book. „Und Fahrradstraßen sind relativ sicher, weil kein Fahrzeug schneller als mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h fahren darf.“

Die Konflikte am Haarenufer seien hausgemacht, weil die Verwaltung auf Kompromisslösungen aus sei. „Um die Situation zu verbessern, ist es notwendig, die Zahl der Stellplätze zu verringern.“

29 Stellplätze kann man zwischen Rummelweg und Herbartstraße entlang des Haarenufers zählen. Da alle gebührenpflichtig sind, möchte die Stadt natürlich nicht leichten Herzens auf die Einnahmen verzichten.

Für wenig zielführend hält Book zudem die vorgesehene Abbiegemöglichkeit für Radfahrer auf der Lindenallee in Richtung Haarenufer. Zwar ist für Linksabbieger eine markierte Spur mit Piktogramm vorgesehen, Rechtsabbieger dagegen dürfen sich hinter den wartenden Autos einreihen oder ihr Glück über den Gehweg suchen, was durch Bordsteinkante und Pflasterung mehr als heikel ist. „Wieder so ein falscher Kompromiss“, meint Book. Hier wäre es möglich, alle Radler bis zur querenden Fahrradstraße zu führen. Zusätzlich würde ein optischer Akzent den Verlauf der bevorrechtigten Fahrradstraße stärker betonen.

ADFC-Vertreter Heinrich Book spricht sich für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr aus und ist mit seinem Team im ständigen Dialog zur Verwaltung. „Noch in diesem Monat treffen wir uns mit Verkehrsplaner Dr. Korallus und der Fahrradbeauftragten Kerstin Goroncy. Dabei werden wir ganz sicher auch über das Haarenufer sprechen.“

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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