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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Keine Strafe für betrunkenen Vater von Fünfjährigem

05.09.2018

Oldenburg Der Fall hatte in Oldenburg für Wirbel gesorgt. Ein Fünfjähriger war einer Polizeistreife in der Nacht von Donnerstag auf Freitag leicht bekleidet auf dem Stadtfestgelände aufgefallen. Wie sich herausstellte, war der Kleine mit seinem mittlerweile ziemlich betrunkenen Vater – die Rede ist von 1,59 Promille – unterwegs.

Die unmittelbare Folge für das Kind war, dass es die Nacht statt zu Hause im eigenen Bettchen in Obhut des Jugendamtes verbringen musste und erst am nächsten Mittag wieder bei seiner Mutter war. Die Frage, wo der Junge genau untergebracht war, beantwortet die Stadtverwaltung ebenso wenig wie die, warum er nicht schon in der Nacht zu seiner Mutter durfte. Man wolle das Kind schützen, sagt Pressesprecher Reinhard Schenke.

Generell beurteile die Rufbereitschaft des Jugendamts in so einem Fall noch vor Ort, inwieweit das Kindeswohl gefährdet ist, und entscheide dann über das weitere Vorgehen. Die Sorgeberechtigten – hier die Eltern – würden in diese Entscheidung einbezogen.

Von der Polizei hat der Vater erst einmal nichts weiter zu befürchten, teilte Dienstschichtleiter Christian Herzog auf Anfrage mit. Eine einfache Verletzung der Aufsichtspflicht sei zunächst strafrechtlich nicht relevant. Erst wenn es zu einer tatsächlichen seelischen oder körperlichen Verletzung des Jungen gekommen oder das Versäumnis noch tiefgreifender gewesen wäre, würde Paragraf 171 des Strafgesetzbuches greifen, der „Verletzungen der Fürsorge- und Erziehungspflicht“ ahndet.

Für die Familie könnte der Fall aber durchaus noch Folgen haben, da die Polizei das Jugendamt hinzugezogen habe, so Herzog. Das Amt werde sich die Situation in der Familie jetzt sicher genau anschauen und bei Bedarf aktiv werden.

Katja Mielcarek
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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