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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Wetter: Sturm fällt Bäume reihenweise

07.10.2017

Oldenburg Auch am Tag nach dem großen Sturm ratterten in Oldenburg die Kettensägen. Die Schäden, die „Xavier“ anrichtete, sind immens. Allein im Eversten Holz stürzten oder zerbrachen unter der Wucht des Windes 15 alte Bäume, bilanzierte Schlossgartenchefin Trixi Stalling, die auch für das Eversten Holz zuständig ist.

Passanten kümmerten sich am Freitag im Eversten Holz wenig um Absperrungen, die rotweißen Trassierbänder lagen vielerorts zerrissen auf dem Boden. Für das Verhalten der Spaziergänger und (im Eversten Holz) Radfahrer hat Stalling wenig Verständnis. Obwohl der Schlossgarten gesperrt war, schoben Eltern Kinderwagen über die Wege, berichtet sie. Das Haupttor an der Gartenstraße war geöffnet geblieben, Schilder verboten aber das Begehen der Wege. Im Schlossgarten selbst fielen drei Bäume, darunter auch die rund 60 Jahre alte Esskastanie, die zwischen Blumengarten und Mühlenhunte gestanden hatte.

Für die großen Schäden sind laut Stalling mehrere unglückliche Umstände verantwortlich. Die Bäume sind noch belaubt, so dass der Regen die Blätter belastet hatte. Dadurch boten sie dem Sturm große Angriffsflächen. Außerdem ist der Boden nach den tagelangen Regenfällen aufgeweicht, wodurch die Wurzeln vergleichsweise wenig Halt hatten.

Bei der Stadt waren nach Mitteilung von Stadtsprecher Reinhard Schenke 120 Kräfte von Berufs- und Freiweilliger Feuerwehr sowie THW aktiv. 200 Einsätze liefen bis in die frühen Morgenstunden. Vor allem umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden. Am Johann-Justus-Weg sind zwei große, alte Eichen umgestürzt. Die Aufräumarbeiten beschäftigten die Stadt auch am Freitag noch mit allen verfügbaren Kräften. Unter anderem waren laut Schenke alle drei Hubsteiger unterwegs, damit Arbeiter Äste abschneiden können, die runterzufallen drohen. „Die Arbeiten werden die gesamte kommende Woche über andauern“, kündigt Schenke an. Das Holz der Bäume im öffentlichen Raum gehört übrigens der Stadt, wird eingesammelt und deponiert, teilte Schenke abschließend mit. Die Großleitstelle bearbeitete für das Stadtgebiet 275 Einsätze, darunter 43 Notfallrettungen, 20 Krankentransporte und 163 Feuerwehralarmierungen.

Unterdessen verbrachten mehrere Bahnreisende die Nacht in Oldenburger Hotels. Sie waren wegen der Sturmschäden und der daraus resultierenden Einstellung des Fahrbetriebs in Oldenburg gestrandet. „Die Bahnhofsmission hat neben ihren normalen Gästen 40 Reisende betreut, die Hilfe suchten“, berichtet Kai Niemann, Vertreter der Leitung. Eine junge Familie sei auf dem Weg vom Urlaub an der Nordseeküste nach Hannover nicht weitergekommen und wurde im Hotel untergebracht. Eine 80 Jahre alte Dame war ebenfalls von der Küste kommend auf dem Weg nach Bad Malente in Schleswig-Holstein und kam nicht weiter. Sie war am Donnerstagmorgen losgefahren und saß auch Freitagmittag noch in Oldenburg fest. Sie sollte dann abgeholt werden. 40 Liter Kaffee sind am Donnerstag in der Bahnhofsmission gekocht worden, berichtet Niemann weiter. Auch habe man die Öffnungszeit bis 18.30 Uhr verlängert. Die Reisenden hätten überwiegend mit Verständnis reagiert – auch wenn am Freitag von einer Normalisierung der Lage nicht die Rede sein konnte.

Bei der Öffentlichen Versicherung sind innerhalb weniger Stunden bereits über 1000 Schadensmeldungen eingegangen. Darunter sind auch große Gebäudeschäden, bei denen dicke Bäume erhebliche Schäden verursachten. „Wir rechnen noch mit vielen weiteren Meldungen und einem Gesamtaufwand von mehreren Millionen Euro“, sagte Werner Korfhage von den Öffentliche Versicherungen Oldenburg.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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