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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Kriminalstatistik: Oldenburger Kriminalstatistik: Weniger Taten und mehr geklärte Fälle

05.03.2011

OLDENBURG In der Stadt Oldenburg wurden im vorigen Jahr 17 175 Straftaten bekannt – 198 weniger als im Jahr zuvor. Davon klärte die Polizei mit 59,1 (Vorjahr: 54,9) Prozent so viele auf wie seit zehn Jahren nicht. Das berichtete Johann Kühme, Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg-Ammerland am Freitag. Kühme dankte vor allem den hoch engagierten Mitarbeitern der Polizei für diesen Erfolg. 6289 Menschen (-327) wurden als Tatverdächtige ermittelt, davon waren 15,2 Prozent Jugendliche (669) oder Kinder (285) – 2,42 Prozent weniger als 2009. Knapp 17 Prozent standen bei der Tat unter Alkoholeinfluss.

Dass eine hohe Aufklärungsquote zwar ein Erfolg ist, aber die Beamten nicht immer froh stimmen muss, machte Heinz Hensel, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, am Beispiel der zunehmenden Zahl von Gewalttaten deutlich. Hier liegt der Anteil der aufgeklärten Fälle bei nahezu 90 Prozent. Dennoch ist die Zahl der Taten erneut um 93 auf 1865 gestiegen – und der Anstieg geht mit 85 fast komplett auf das Konto der häuslichen Gewalt, also Schlägen und Bedrohungen innerhalb der Familie. Auch bei den Straftaten gegen das Leben – in Oldenburg wurden sieben registriert, darunter sechs fahrlässige Tötungen – spielen Beziehungstaten die Hauptrolle. Zunehmend müssten die Beamten aber auch im ärztlichen Bereich ermitteln, berichtete Hensel.

Besonders erfolgreich war die Polizei 2010 im Bereich Farbschmierereien. Die Zahl der angezeigten Taten fiel von 1568 auf 1187, gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 49,3 auf 68,7 Prozent. Mehrere Täter, die für ganze Serien verantwortlich waren, wurden gefasst.

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Rückläufig ist der Statistik zufolge die Zahl der Diebstähle – sie ging um vier auf 7617 zurück. Aufgeklärt wurden 33,6 Prozent der Fälle. Während die Zahl der Einbrüche um 45 auf 367 sank und auch die angezeigten Ladendiebstähle rückläufig waren (minus 78 auf 1198), schnellte die Zahl der Diebstähle aus Autos um 212 auf 635 regelrecht hoch. „Hauptsächlich sind es Drogenabhängige, die hier schnell an Dinge kommen, die sich zu Geld machen lassen“, sagte Kühme. Hinzu komme, dass viele Autobesitzer leichtsinnigerweise Wertsachen offen sichtbar in ihren Autos liegen lassen.

Um nahezu ein Viertel nach oben geschnellt sind mit 124 die Sexualstraftaten (Aufklärungsquote: 73 Prozent). Angezeigt wurden vor allem Vergewaltigungen und Auftritte von Exhibitionisten. Die Zahl der angezeigten Kindesmissbräuche (darunter einige Altfälle) sank von 27 auf 15. Über 90 Prozent gelten als geklärt. Die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte blieb mit aktuell 2627 seit 2006 etwa auf dem gleichen Niveau. Aber: Der Anteil der Internetkriminalität an diesen Taten steigt und steigt – allein 2010 um 168 auf 663. Allerdings hat die Polizei mehrere Experten darauf angesetzt, so dass die Aufklärungsquote bei 95 Prozent liegt.

Drei Menschen starben 2010 an Drogen. Die Zahl der Drogendelikte war mit 871 um 100 rückläufig. Die häufigste Droge laut Polizei: Cannabis.

Die Polizei errechnet zusätzlich zu den absoluten Zahlen stets eine „Häufigkeitszahl“: Sie gibt an, wie viele Straftaten pro 100 000 Einwohner passieren. Die liegt in Oldenburg mit 10 645 doppelt so hoch wie im Ammerland. Wichtiger aber: Der Oldenburger Wert liegt unter dem Durchschnittswert aller niedersächsischen Städte (11 121).

Eine Oldenburger Spezialität sind die Fahrraddiebstähle. Mehr Kontrollen, Codierungen, bessere Schlösser und mehr Achtsamkeit wegen hochwertigerer Fahrräder führen laut Polizei aber zu einem kontinuierlichen Rückgang.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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